Es gab schon so einige Holländer an der Essener Hafenstraße. Der eine agierte mit richtig Erfolg: Der legendäre Willi Lippens! Andere überzeugten durchaus: Erwin Koen, Tom Sanders. Weitere blieben durchwachsen in Erinnerung wie Maurice Rayer, Mirano Carillho. Ein Harry de Vlugt ist geradezu historisch. Der letzte Kicker mit niederländischen Wurzeln war Arie van Lent, ein Stürmer. Jetzt gibt es Pauls Jans, mit einer Länge von 1,93 Metern auch ein Mann für die Attacke-Abteilung, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 unterschrieb und aktuell vor seinem Umzug aus Venlo noch im Gelsenkirchener Maritim-Hotel wohnt.

RWE: Mit Holland-Stürmer „klassisch“ spielen/„90 Minuten arbeiten“

Jans: „RWE ist großer Verein“

og
03. Februar 2008, 23:33 Uhr

Es gab schon so einige Holländer an der Essener Hafenstraße. Der eine agierte mit richtig Erfolg: Der legendäre Willi Lippens! Andere überzeugten durchaus: Erwin Koen, Tom Sanders. Weitere blieben durchwachsen in Erinnerung wie Maurice Rayer, Mirano Carillho. Ein Harry de Vlugt ist geradezu historisch. Der letzte Kicker mit niederländischen Wurzeln war Arie van Lent, ein Stürmer. Jetzt gibt es Pauls Jans, mit einer Länge von 1,93 Metern auch ein Mann für die Attacke-Abteilung, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 unterschrieb und aktuell vor seinem Umzug aus Venlo noch im Gelsenkirchener Maritim-Hotel wohnt.

[box_rsprint]Alles als aktueller Single: „Ich bin hier, um Fußball zu spielen.“ RevierSport unterhielt sich mit dem 26-Jährigen, der in der Jugend für RKVV Keldonk und für Sparta '25 auflief, zuletzt jedoch für VVV Venlo und den NEC Nijmegen agierte. In seiner Statistik sind 18 Auftritte in der holländischen Eredivisie (ein Tor).
Paul Jans, Ihr erster „Ernstfall“ war sofort ein echter Knaller: Wie sind die frischen Erinnerungen an das 0:3 im Pokal gegen den Hamburger SV?

Wir haben das Match verloren, aber es wurde alles probiert. Allerdings haben wir es nicht geschafft, uns wirklich gegen den HSV zu behaupten. Trotzdem war es toll.

Sie hatten Ihre Chancen, oder?

Mir boten sich ein paar Möglichkeiten, leider konnte ich keinen Abschluss verbuchen. Kurz vor Schluss hatte ich die Erwartung, dass der Ball noch weiter verlängert würde.

Coach Heiko Bonan hatte vorab immer betont, dieses Match wäre nur ein Zusatzauftritt, es zähle nur der 16. Februar, das zweite Duell der Rückrunde bei RW Ahlen.

Genau so ist das auch richtig, die 90 Minuten gegen den HSV waren gut für die Zuschauer, für uns und den Club, aber die Meisterschaft ist doch das, was wirklich zählt.

Es gab wenig RWE-Akteure, die ihr erstes offizielles Match direkt vor ausverkauftem Haus absolvieren durften.

Das ist mir schon klar, das war riesig. Die Atmosphäre hat mir gut gefallen. In Deutschland gibt es bei den Matches an sich mehr Fans in den Stadien als in Holland. Ich habe mich auch sehr darauf gefreut.

Ihr Wechsel ging relativ schnell über die Bühne, oder?

Richtig, ich war in der letzten Woche am Donnerstag zum ersten Mal in Essen, spielte am Freitag gegen Offenbach, dann kam es zum Vertragsschluss.

Zuvor absolvierten Sie ein Probetraining in Österreich bei Cashpoint SCR Altach, Tabellen-Achter in der T-Mobile Bundesliga.

Auch dort lief es eigentlich positiv, aber ich habe dann vom Club nichts mehr gehört. Ich denke, mit RWE habe ich auch die bessere Wahl getroffen. RWE hat das größere Renommee und mehr Fans. Das Team ist gut. Allerdings kannte ich vorher nur den Namen Stijn Haeldermans, der bekanntlich auch einmal in Holland für Fortuna Sittard spielte.

Was wissen Sie über Essen?

Über die Stadt und die Umgebung weiß ich noch nicht so viel, aber das lerne ich schnell. RWE ist ein großer Verein, auch wenn der Meistertitel lange zurück liegt. Wichtig sind die Ambitionen, die man jetzt hat.

Sie haben bis 2009 unterschrieben!

Für die dritte und zweite Liga, wenn wir aufsteigen, dann gehe ich mit. Heiko hat mir seine gewünschte Spielart erklärt, er will den zentralen Stürmer in der Mitte, der verwertet oder ablegt. Wenn ich länger hier bin, soll das auch gut klappen. Genau so wie bei meinem Tor gegen Offenbach, das war klassisch, als der Ball von der Grundlinie kam.

Sie habe klare Vorstellungen.

Ich denke, die deutsche Art Fußball zu spielen, kommt mir sehr entgegen. Ich kann in 90 Minuten viel arbeiten, so ist auch meine Art, ich gebe alles für die Mannschaft. RWE ist ein prima Verein mit einer guten Geschichte und vielen Emotionen. Ich will meinen Teil ab jetzt dazu beitragen.

Autor: og

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren