Als Bob Wren für die Iserlohn Roosters zum Penalty antrat, war dies bereits sein dritter Versuch und der insgesamt 22. im Shoot-out. Und zum zweiten Mal netzte er gegen den starken Ian Gordon ein und beendete damit gegen die Frankfurt Lions einen dreistündigen Eishockey-Krimi mit einem Happy End für die Sauerländer. Mit 6:5 hatten die durch Grippe dezimierten und geschwächten Iserlohner schlussendlich die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Hessen niedergerungen, damit haben sie den sechsten Rang gefestigt.

DEL: Iserlohn Roosters - Frankfurt Lions 6:5 n.P

Riesenjubel nach dem 22. Penalty

Michael Topp
02. Februar 2008, 20:09 Uhr

Als Bob Wren für die Iserlohn Roosters zum Penalty antrat, war dies bereits sein dritter Versuch und der insgesamt 22. im Shoot-out. Und zum zweiten Mal netzte er gegen den starken Ian Gordon ein und beendete damit gegen die Frankfurt Lions einen dreistündigen Eishockey-Krimi mit einem Happy End für die Sauerländer. Mit 6:5 hatten die durch Grippe dezimierten und geschwächten Iserlohner schlussendlich die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Hessen niedergerungen, damit haben sie den sechsten Rang gefestigt.

[box_rsprint]Vor 4500 Zuschauern lieferten sich beide Teams ein packendes, intensives und hochklassiges Match und versetzten sich und die toll mitgehenden Fans in ein Wechselbad der Gefühle. Schon früh gingen die Gäste nach 54 Sekunden durch den sehr starken Jeff Ulmer in Führung. Aber Iserlohn zeige sich unbeeindruckt und kannte nur eine Richtung: nach vorne! Robert Hock gelang schnell der Ausgleich (6.), Michael Wolf mit seinem 39. Saisontreffer die erstmalige Führung. (10.).

Und weiter ging’s: Nach dem Ausgleich durch Jeff Ulmer (29.) traf Brad Tapper bei Überzahl auf der Gegenseite (31.). Jedoch nur 24 Sekunden später war auf der anderen Seite Radek Krzestan mit dem 3:3 zur Stelle. Es „roch“ dann nach Vorentscheidung, als Pat Kavanagh zweimal traf (35., 49.). Aber ausgerechnet bei IEC-Überzahl verkürzte Jay Henderson (54.).

Iserlohn war im letzten Drittel platt und lieferte eine Abwehrschlacht. In doppelter Unterzahl mussten die Waldstädter durch Richie Regehr den Ausgleich hinnehmen (57.). Doch die danach drohende Niederlage wendeten Norm Maracle mit Klasseparaden und das gesamte Team mit enormer Leidenschaft ab.

Die Dramatik der Schlussphase setzte sich in der Overtime, erste recht im Penaltyschießen fort. Dort vergaben beide Teams mehrfach Matchbälle, bis schließlich Wren nach über drei Stunden alles klar machte. „Die Sieg war am Ende glücklich“, räumte IEC-Co-Trainer Uli Liebsch ein. Während sein Kollege Rich Chernomaz den Gegner lobte: „Das ist das Jahr der Roosters. Sie sind in dieser Saison ein Play-off-Team.“

Mit dieser Energieleistung spielten die leidenschaftlichen Sauerländer auch für ihren Trainer Rick Adduono, der weiterhin wegen der Erkrankung seiner Ehefrau nicht zur Verfügung stand und auch das gestrige All-Star-Game in Dresden absagte. Dort sollte er die Nordamerika-Auswahl betreuen. Er hofft, zum Trainingsauftakt am kommenden Donnerstag wieder an Bord zu sein. Die Pause haben sich die Iserlohner redlich verdient.

Bis dahin sollen die müden Glieder gepflegt und die Blessuren auskuriert werden für den Schlussspurt. Dass die Blau-Weißen die Play-offs erreichen, dürfte angesichts des komfortablen Vorsprungs auf Platz elf als sicher gelten. Nun wollen sie direkt in die Endrunde, und mit sieben Punkten Vorsprung auf Rang sieben sind die Aussichten durchaus günstig.

Autor: Michael Topp

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