Er kam, sah und siegte. Borussias Blitz-Transfer Thomas Kleine wird am heutigen Freitag sofort sein Debüt in der Startelf der

Mönchengladbach: Blitz-Transfer Thomas Kleine steht sofort in der Startelf

"Kenne Stellenwert der Borussia!"

Thorsten Richter (tr)
01. Februar 2008, 16:17 Uhr

Er kam, sah und siegte. Borussias Blitz-Transfer Thomas Kleine wird am heutigen Freitag sofort sein Debüt in der Startelf der "Fohlen" feiern. Im Traditions-Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern (18 Uhr) wird der ehemalige Fürther direkt neben Filip Daems in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. "Er ist unser Wunschkandidat", ist Trainer Jos Luhukay froh, für den verletzten Roel Brouwers (Meniskus-OP) adäquaten Ersatz gefunden zu haben. "Er ist fit und gehörte bei der Spielvereinigung zu den besten Abwehrspielern der Liga."

Doch der 30-Jährige, der zuletzt bei Hannover 96 nach der Verpflichtung von Valerien Ismael nur noch dritte Wahl war, kommt allerdings nicht aus Niedersachsen in den Borussia-Park, um als Notlösung herzuhalten. "Als Profi hat man immer einen Anspruch. Meiner ist, jedes Match in der Rückrunde zu spielen", formuliert Kleine direkt eine Kampfansage an Brouwers und Steve Gehouri.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/003/415-3457_preview.jpeg Thomas Kleine, hier noch im Trikot von Hannover 96. (Foto: firo)[/imgbox]

Das Selbstvertrauen kommt auch nicht von ungefähr, denn schließlich schaltete der 1,91 Meter-Hüne bereits Angreifer wie Patrick Kluivert (FC Barcelona) in der Champions-League aus. In der Königsklasse kickte Kleine mit Bayer Leverkusen und holte den Vize-Titel. Genauso wie die Vize-Meisterschaft und den Vize-DFB-Pokal. "Aber das ist kein Zeichen", lacht Kleine. "Ich bin nach Gladbach gekommen, um aufzusteigen.

Bei der 1:3-Testspiel-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf wurde deutlich, dass die zentrale Rolle neben Daems nicht ohne weiteres zu besetzen ist. "Wir wollten erst nach einer internen Lösung suchen", berichte Luhukay, der zahlreiche Varianten gegen den rheinischen Nachbarn testete. "Daraufhin haben wir im Training und in den Testspielen genau hingeschaut und uns für Thomas entschieden."

Und Kleine, der die Borussia rund 600.000 Euro kostete, kommt mit der Visitenkarte von 150 Profispielen und freut sich darauf, endlich wieder spielen zu können. "Ich habe bei 96 sportlich einfach nicht mehr die Möglichkeiten für mich gesehen", erklärt der gebürtige Wermelskirchener, der die Rückennummer 15 erhält. "Ich komme aus der Gegend und kenne den Stellenwert der Borussia. Es ist für mich eine tolle Sache, dass der Wechsel geklappt hat."

Und Eingewöhnungsschwierigkeiten dürfte Kleine nicht haben, denn in Fürth lief er zusammen mit Regisseur Sascha Rösler auf. Zudem kennt er seinen Kapitän Oliver Neuville noch aus seiner Zeit bei Bayer. Und dem würde er am liebsten gleich auch Konkurrenz machen, denn in Fürth erzielte Kleine als Abwehrstratege in einer Saison neun Tore. "Sicherlich ist das eine meiner Stärken, dass ich bei Standards auch mal treffe", würde Kleine seinen Instinkt auch gerne bei der Borussia unter Beweis stellen. "Aber ein Verteidiger ist in erster Linie froh, wenn zu null gespielt wird."

Die Fans würden sich freuen, gegen Kaiserslautern gleich beide Seiten Kleines erleben zu können. Dann gilt auch bei den Anhängern: Er kam, sah und siegte...

Autor: Thorsten Richter (tr)

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