Nur sieben Punkte hat die Spielvereingung Kessel in der Hinrunde sammeln können. Mit nur einem gewonnen Spiel und sieben Punkten abstand zum rettenden Ufer steht der Verein mit dem Rücken zur Wand, so dass der Vorstand in der Winterpause tätig wurde. Nach kurzen Überlegungen war klar: Ein „Feuerwehrmann“ muss her. Nach kurzer Suche entschied man sich für Horst „Pille“ Gecks. Sollte dieser als Trainer nur annähernd so erfolgreich sein wie er es in seiner aktiven Zeit war, wird der Klassenerhalt für den Gocher Vorort-Verein zum Kinderspiel werden.

Goch: Mit "Pille" Gecks aus dem Tabellenkeller

„Das ist so, als wenn ich im Sarg liegen würde"

31. Januar 2008, 18:01 Uhr

Nur sieben Punkte hat die Spielvereingung Kessel in der Hinrunde sammeln können. Mit nur einem gewonnen Spiel und sieben Punkten abstand zum rettenden Ufer steht der Verein mit dem Rücken zur Wand, so dass der Vorstand in der Winterpause tätig wurde. Nach kurzen Überlegungen war klar: Ein „Feuerwehrmann“ muss her. Nach kurzer Suche entschied man sich für Horst „Pille“ Gecks. Sollte dieser als Trainer nur annähernd so erfolgreich sein wie er es in seiner aktiven Zeit war, wird der Klassenerhalt für den Gocher Vorort-Verein zum Kinderspiel werden.

Rückblick: Gecks spielte von 1963 bis 1974 als Profifußballer in den beiden höchsten deutschen Spielklassen. „Pilles“ Karriere-Highlight war sicherlich der DFB-Pokalsieg im Jahre 1970. Mit dem damaligen Regionalligisten Kickers Offenbach besiegte er den haushohen Favoriten aus Köln. Und nicht nur das – Gecks markierte in der 64. Minute das 2:0, und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass seine Mannschaft den Pokal in den Berliner Nachthimmel recken durfte.

Als Trainer schaffte er es zwar nicht ganz so hoch hinaus wie als Spieler, doch die Ziele, die er erreichen wollte, erreichte er bisher immer. Etwa die Rettung des Kevelaerer SV. Der stand nach dem 13. Spieltag mit gerade mal sieben Zählern abgeschlagen auf einem Abstiegsrang. Dann übernahm Horst Gecks das Ruder. "Für mich eine Herzensangelegenheit dem Verein zu helfen. Ich wohne ja quasi vor der Tür und habe auch einige Jahre hier verbracht", erklärt der ehemalige Bundesliga-Profi kurz seine Motive, den "hoffnungslosen" Fall zu übernehmen. Gecks sammelte in den verbleibenden Spielen mehr als 20 Punkte und verhalf dem Abstiegskandidaten zum Klassenerhalt.

Auch in Kessel glaubt der ehemalige MSV-Kicker an den Nicht-Abstieg. „Das ist so, als wenn ich im Sarg liegen würde aber noch einen kleinen Schlitz zum atmen habe. Wenn ich keine Zuversicht hätte, würde ich das doch gar nicht machen.“ Gecks hat auch schon die Schwachstellen seines neuen Teams ausgemacht: „In der Abwehr hapert es bei Kessel. Darum haben wir ja auch zwei routinierte Abwehrspieler geholt.“ Der Übungsleiter spricht von Stefan Molderings und Andreas Lassmann, die durchaus Erfahrung im Nichtabsteigen haben. Beide spielten unter Gecks beim KSV, als dieser nach furioser Aufholjagd den Klassenerhalt perfekt machte.

Nun liegt es wieder einmal an "Pille", ein kleines Wunder zu vollbringen - wenn auch nur in der Bezirksliga.

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