In den viereinhalb Jahren, in denen Philipp Bönig beim VfL kickt, hat er schon so manches erlebt. Mal gefeiert, mal gefeuert. Und noch öfter abgeschrieben. Doch als gestern Nachmittag im rewirpowerStadion die Generalprobe gegen den TuS Koblenz über die Bühne ging, da stand der gebürtige Erdinger wieder einmal in der Startformation.

Bochum: Philipp Bönig muss schon Vollgas geben

"Habe keinen Freifahrtschein"

30. Januar 2008, 08:46 Uhr

In den viereinhalb Jahren, in denen Philipp Bönig beim VfL kickt, hat er schon so manches erlebt. Mal gefeiert, mal gefeuert. Und noch öfter abgeschrieben. Doch als gestern Nachmittag im rewirpowerStadion die Generalprobe gegen den TuS Koblenz über die Bühne ging, da stand der gebürtige Erdinger wieder einmal in der Startformation.

Völlig unaufgeregt, denn so ein Verletzungspech wie in der Hinrunde, als ihn erst die Wade, später ein Muskelfaserriss und dann auch noch der Meniskus immer wieder für längere Zeit aus der Bahn warf, kann ihn ja nicht ewig verfolgen. Bönig: "So etwas passiert eben." Der Linksfuß ist ausgeglichener geworden, fühlt sich mit seiner Familie pudelwohl.

Dabei ist die Geburt seiner zweiten Tochter Laura im November fast ein wenig untergegangen. Bönig: "Zu diesem Zeitpunkt war ich verletzt, da sinkt natürlich sofort die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit." Trotz des Nachwuchses geht es im Hause Bönig äußerst ruhig zu: "Meine beiden Töchter, Emely ist mittlerweile vier, schlafen ganz brav. Ich werde nie gestört." Der Bayer wirkt eine Woche vor dem Rückrundenauftakt gegen Bremen recht gelassen: "Ich bin körperlich fit, habe in der gesamten Vorbereitung gerade mal eine Einheit versäumt und fiebere dem Start entgegen." Gestern vor dem Anpfiff gegen Koblenz fügte er noch hinzu: "Ich muss heute Nachmittag Vollgas geben. Gerade auf den Außenpositionen haben wir in den letzten Wochen viel gewechselt. Meine Nominierung ist noch kein Freibrief für Bremen."

Philipp Bönig, der noch einen Vertrag bis zum Sommer 2010 besitzt, freut sich über den bisher gelungenen Verlauf der Vorbereitung, aber er fügt auch an: "Solche Spiele wie gegen Wuppertal sollte man tunlichst vermeiden. Da bleibt immer etwas hängen."

Das sah dann gestern schon ganz anders aus. Und Philipp Bönig unterstrich eindrucksvoll seine Anwartschaft auf die Stammformation. Vioele gewonnene Zweikämpfe, sehenswerte Dribblings, fast hätte der Bayer sogar noch einen Treffer vorbereitet. er lieferte eine absolut überzeugende Partie.

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