Überwiegend erfreulich präsentieren sich in der Landesliga Westfalen 2 die Reviervertreter. Der SSV Hagen ist bei seinem Umbruch schneller vorangekommen als erwartet, die Hohenlimburger haben ihre starke Vorsaison bestätigt und Aufsteiger Ennepetal schlägt sich ordentlich. Abwechslungsreich ist die Situation in Haspe, wo es weder sportlich noch personell Konstanz zu vermelden gab.

Lage der Landesliga Westfalen 2: Guter Saisonverlauf

Nur Haspe nicht im Soll

29. Januar 2008, 08:55 Uhr

Überwiegend erfreulich präsentieren sich in der Landesliga Westfalen 2 die Reviervertreter. Der SSV Hagen ist bei seinem Umbruch schneller vorangekommen als erwartet, die Hohenlimburger haben ihre starke Vorsaison bestätigt und Aufsteiger Ennepetal schlägt sich ordentlich. Abwechslungsreich ist die Situation in Haspe, wo es weder sportlich noch personell Konstanz zu vermelden gab.

SSV Hagen: Mit einem negativen Paukenschlag, dem 1:4 gegen Ottfingen, startete der SSV ins Spieljahr. Doch von den folgenden sechs Begegnungen entschieden die Spieler von Markus Gerwien fünf ohne Gegentor für sich. Auch gegen die starken Gegner zeigte sich der SSV auf der Höhe und verlor einzig gegen den FSV Werdohl. Der momentane zweite Tabellenplatz überrascht, zeigt aber, dass Gerwiens junge Mannschaft die taktischen Überlegungen des Trainerteams in erfolgreiche Spiele umsetzte und zunehmenden Spielwitz entwickelte. Die defensive Viererkette funktionierte nach Problemen in der ersten Saisonphase sehr ordentlich, so dass die Mannschaft vom Ischelandstadion die zweitbeste Abwehr der Liga stellt.
SV Hohenlimburg: Nach der großen Enttäuschung aus der Vorsaison, als der sicher geglaubte Aufstieg am letzten Spieltag verspielt wurde, ging das Team von Trainer Andreas Bolst mit einer „Jetzt-erst-Recht“-Stimmung in das laufende Spieljahr. Da die Stammelf zu einem großen Teil gehalten werden konnte, mischten die „Zehner“ von Beginn an der Tabellenspitze mit und eroberten auch den Platz an der Sonne. Ärgerlicherweise musste der SVH allerdings den Verlust von vier Zählern hinnehmen (1:1 gegen Haspe und 3:1 gegen Menden), weil die Spielunterlagen von Karsten Werlein scheinbar nicht rechtzeitig beim Verband eingetroffen waren. Doch auch von diesem Schock erholte sich die Mannschaft schnell und sicherte sich bei noch einem Spiel in der Hinterhand zum Jahresabschluss den dritten Platz.

TuS Ennepetal: Der Start in das erste Landesligajahr hätte für den Aufsteiger kaum besser laufen können. Zwischenzeitlich hatte die Elf die Liga sogar angeführt. Doch ab dem 11. Spieltag kam nur noch ein mickriger Zähler auf das Punktekonto des TuS, so dass Ennepetal ins Mittelfeld zurückfiel und der momentane Blick eher in Richtung Abstiegsplätze gehen sollte. Zu bemängeln war vor allem die uneffiziente Spielweise des Teams, denn auch in Spielen, die überlegen geführt waren, konnten die Spieler ihr fußballerisches Niveau nicht in Erfolge ummünzen. Mit der Trennung von Trainer Horst Freund und einer noch ausstehenden Partie im Rücken, hofft man dass der Verein wieder in die Erfolgspur findet.

Hasper SV: Die Hinserie in Haspe kann als turbulent charakterisiert werden. Entsprechend wechselhaft und mühsam kam der HSV in die Saison. Zwar konnten die Hasper gegen die Top-Teams mithalten, doch fehlte die letzte Konsequenz, um den Platz als Sieger zu verlassen. Gegen vermeintlich schwächere Teams tat sich der HSV aber ebenfalls schwer und ließ daher einige Punkte liegen. Dies zog sich wie ein roter Faden durch die Bilanz in Haspe, so dass tollen Spielen wie dem 3:0 gegen Spitzenreiter Olpe Niederlagen gegen den Drittletzten Lennestadt gegenüberstehen. Abwechslungsreich war auch die Personalsituation. Ein neue Vereinsführung und insgesamt drei Trainer ließen auch das Spielerkarussell rotieren. Nach Henes kam Sven Kaiser, jetziger Coach ist Markus Schmeling. An der Problematik, dass der HSV trotz Tabellenrang zehn nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat, konnten aber auch diese Entscheidungen nachhaltig nichts verändern.

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