Zwei Brüder in einer Mannschaft – das hat man schon häufiger gesehen im Amateurbereich. In Bochum-Weitmar allerdings treten Sonntag für Sonntag beim SC Weitmar 45 in der Kreisliga C gleich drei Jungs aus einer Familie in einem Team an. Schon seit frühester Kindheit ist die Begeisterung für den Fußball bei den Pisareks vorhanden. Ausgelöst durch das Fußballinteresse des Vaters, wurde regelmäßig auf der Straße gemeinsam gebolzt. Doch erst jetzt sind alle wieder in einem Verein zusammen gekommen, wie anfänglich in der Jugend.

Serie: Brüder im Amateurfußball (Thomas, Peter und Paul Pisarek – SC Weitmar 45 III)

„Die Liga ist nicht so wichtig – Hauptsache wir zocken zusammen“

Fabian Weitkämper
26. Januar 2008, 16:56 Uhr

Zwei Brüder in einer Mannschaft – das hat man schon häufiger gesehen im Amateurbereich. In Bochum-Weitmar allerdings treten Sonntag für Sonntag beim SC Weitmar 45 in der Kreisliga C gleich drei Jungs aus einer Familie in einem Team an. Schon seit frühester Kindheit ist die Begeisterung für den Fußball bei den Pisareks vorhanden. Ausgelöst durch das Fußballinteresse des Vaters, wurde regelmäßig auf der Straße gemeinsam gebolzt. Doch erst jetzt sind alle wieder in einem Verein zusammen gekommen, wie anfänglich in der Jugend.

Thomas, mit 23 der Älteste der Brüder, hatte vor knapp zwei Jahren die Idee, seine beiden jüngeren Geschwister, die Zwillinge Peter und Paul (21 Jahre alt), auch wieder zum Spielen zu überreden und holte sie deshalb nach Weitmar.

„Ich wollte einfach gerne wieder mit ihnen zusammen spielen. Wir waren zwar in der Jugend bei Steinkuhl kurzzeitig in einer Altersklasse, danach aber nicht mehr,“ begründet Thomas den Schritt, Peter und Paul zu reaktivieren.

Seit der Jugend gingen die Wege nämlich fußballerisch deutlich auseinander. Thomas und Peter gingen zu Hordel, wegen dem Altersunterschied in verschiedene Mannschaften, und Paul verlor die Lust am Kick im Verein. [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/043-6127_preview.jpeg Sind immer zusammen am Ball - die Brüder Pisarek [/imgbox]Doch da die drei in der Freizeit weiterhin regelmäßig gemeinsam pöhlten und auch sonst viel Zeit miteinander verbrachten, ging der Wunsch, nochmal zusammen zu agieren, nie ganz verloren, wie Peter, der wenige Minuten ältere der Zwillinge, berichtet: „Wir haben von klein auf zusammen vor den Ball getreten und da war es unser aller Wunsch, das auch wieder in einer Truppe zu tun.“

Dass sie dies jetzt in der Kreisliga C praktizieren, stört dabei nicht so sehr, versichert Paul: „Klar würden wir gerne aufsteigen, das ist unser Ziel und wir haben ja als Dritter auch noch gute Chancen dazu, aber in erster Linie steht der Spaß und die Tatsache, dass wir zusammen zocken, im Vordergrund.“

Und das tun sie im Training und Match jetzt ziemlich regelmäßig: Thomas als defensiver Mittelfeld-Mann, Paul zumeist im linken Mittelfeld und Peter vorne drin als Sturmspitze.

Es kommt also zu keinen familieninternen Streitigkeiten um die Positionen im Team. „Peter ist im Sturm für die Tore verantwortlich. Der hat durch seine Zeit bei Hordel auch das meiste Potenzial von uns dreien. Thomas spielt vor der Abwehr. Ich spiel ja erst wieder seit eineinhalb Jahren,“ erläutert Paul, der jüngere der Zwillinge, die Aufgaben auf dem Platz.

Wenn alle fit sind, sieht man am Wochenende also schon das ein oder andere Mal ein paar fragende Blicke oder Stirnrunzeln beim Schiri, wenn er bei der Aufstellung dreimal den Namen Pisarek liest. Doch für den Unparteiischen könnte es noch schlimmer kommen. Denn mit Markus gehört noch ein weiterer Bruder zur Pisarek-Familie. Der hat sich jedoch schon relativ früh gegen den Fußball entschieden und wird in absehbarer Zeit wohl nicht das Familien-Quartett bei Weitmar komplettieren.

Aber auch ohne den vierten im Bunde kann es gerade bei Peter und Paul schon einmal leicht zu Verwechslungen kommen, wie Peter versichert: „Leute, die uns nicht kennen, haben es oft schwer, uns auseinander zu halten. Doch in unserem gemeinsamen Freundeskreis ist das eigentlich kein Problem. Und die Schiedsrichter bei den Partien können ja immer nach den Rückennummern gehen. Außerdem kann man uns an unserer Spielweise auch ganz gut auseinander halten.“

Auch wenn sie unterschiedlich gut und auf verschiedenen Positionen kicken, steht eines für alle drei mittlerweile fest, wie Thomas ausdrücklich klar stellt: „Wir haben uns so daran gewöhnt, gemeinsam aufzulaufen, wenn es nochmal zu einem Vereinswechsel kommen sollte, dann nur im Dreierpack.“

Autor: Fabian Weitkämper

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