Mit einem leicht veränderten Kader bereitet sich die Zweitvertretung des MSV Duisburg derzeit auf die Rückserie in der Oberliga Nordrhein vor. Während

MSV II: Signalwirkung durch Boland und "Tuffi"

Steffen sieht beim neuen Talent Gündüz Potenzial

tt
25. Januar 2008, 15:35 Uhr

Mit einem leicht veränderten Kader bereitet sich die Zweitvertretung des MSV Duisburg derzeit auf die Rückserie in der Oberliga Nordrhein vor. Während "Tuffi" Tosunoglu und Mirko Boland mit den Profis das Trainings-Camp in Ayamonte (Spanien) absolvierten, stellte sich an der Westender Straße mit Bülent Gündüz ein neuer Akteur vor. "Bülent hat bei Schalke 04 in der A-Jugend gespielt, war danach aber ein halbes Jahr vereinslos.

Zuletzt trainierte er bei Borussia Dortmund II mit, dort kam es aber nicht zur Verpflichtung. Bülent präsentiert sich bei uns gut, kann uns sicherlich helfen", urteilt MSV-Coach Horst Steffen. Der Youngster wurde bereits unter Vertrag genommen. Seine Verwendbarkeit ist vielseitig. Der Trainer: "Ich sehe ihn im zentralen Bereich, halbrechts oder halblinks. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Bülent hat Potenzial, ist ballsicher und giftig, spielt gute Bälle in die Spitze."

Dass zwei seiner Youngster zumindest enger ins Profi-Blickfeld gerückt sind, freut den ehemaligen Uerdinger. "Mirko Boland hat natürlich Qualität, ist dribbelstark, bringt die nötige Überischt mit, nur im Tempo-Bereich fehlt noch etwas. Tufan Tosunoglu bringt eine prima Technik mit, ist stark im Abschluss. An der Robustheit muss er noch etwas feilen. Für die beiden war es mit Sicherheit gut, dass sie die Woche bei Rudi Bommer mitgemacht haben." Steffen ergänzt: "Sie merken dadurch: Es geht was! Das ist Ansporn und Motivation zugleich, man spürt einfach, eine Verbindung ist da. Es geht über die Amateure nach oben. So sollte eine zweite Mannschaft auch positioniert sein." Was ebenfalls positiv ist: "Rudi Bommer hat seinen Eindruck, ich habe meine Erkenntnisse. So können wir uns immer abstimmen, wie weiter verfahren wird."

Was die Arbeit mit seiner Reserve angeht, zeigt sich der Linien-Chef noch nicht ganz zufrieden. Das Hauptaugenmerk gilt dem Defensiv-Verhalten. "Drei Viertel der Trainings-Inhalte bestehen daraus", gibt Steffen zu bedenken, "aber in den ersten beiden Tests stand die Null noch nicht." 11:1 hieß es gegen Mülheim 07 (Bezirksliga), 4:2 gegen Landesligist Klosterhardt. Steffen: "Der Gegner hat zwei Angriffe gestartet, wir sind in beiden Fällen das Tempo nicht mitgegangen, schon hat es eingeschlagen. Wenn wir gegen unterklassige Teams nicht dichthalten, dann wird es gegen Oberliga-Mannschaften umso schwerer."

Der Coach legt erneut den Finger in die Fehler-Wunde: "Man darf einfach keinen Meter sparen und keinesfalls denken, der Ball kommt bestimmt nicht an. Ich habe das selbst alles erlebt und weiß: Er kommt doch an. Darauf muss ich vorbereitet sein." Die richtigen Gradmesser sind in Sichtweite: "Wir haben noch Erkenschwick, Kapellen und Leverkusen, da muss von uns etwas kommen."

Autor: tt

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