Es geht nur um den Klassenerhalt, das war Sinisar Suker von Anfang klar. Der Trainer der U19 von Fortuna Düsseldorf setzt voll auf mannschaftliche Geschlossenheit und ist vom guten Charakter seiner Jungs überzeugt. Im Gespräch mit RS erklärt er, warum es für die Fortuna so schwierig ist, sich in der höchsten Klasse zu halten.

Düsseldorf A-Jugend: Erste soll von Jugendarbeit profitieren

In der Bundesliga etablieren

dvb
25. Januar 2008, 09:01 Uhr

Es geht nur um den Klassenerhalt, das war Sinisar Suker von Anfang klar. Der Trainer der U19 von Fortuna Düsseldorf setzt voll auf mannschaftliche Geschlossenheit und ist vom guten Charakter seiner Jungs überzeugt. Im Gespräch mit RS erklärt er, warum es für die Fortuna so schwierig ist, sich in der höchsten Klasse zu halten.

Sinisar Suker, wie verläuft die Saison bisher aus Ihrer Sicht?
Es ist eine schwere Saison für uns. Das haben wir aber von vorn herein erwartet. Aber mit ein bisschen mehr Glück hätten wir statt neun bis zu 15 Punkten haben können. Dann wäre die Situation nicht ganz so dramatisch. Aber wir stehen immerhin nicht auf einem Abstiegsplatz.
Warum ist es so schwierig für Ihre Mannschaft?
Wir wollten den Sprung in die erste Liga, das haben wir geschafft. Und nun möchten wir uns in der höchsten Klasse dauerhaft halten. Das wird ganz schwer. Denn wir haben nur einen Spieler mit Bundesligaerfahrung. Sehr viele unserer Jungs kommen aus Düsseldorf, wir leben sehr vom Umland. Wir können nicht, wie andere Vereine, in ganz Deutschland nach Talenten suchen. Aber wir wollen Fußballer, die sich mit Fortuna Düsseldorf identifizieren. Das gehört zur Vereinsphilosophie.
Um diese für die erste Mannschaft auszubilden?
Natürlich, das ist unser Ziel. Aber auch das ist natürlich nicht ganz so einfach. Sobald sich einer bei uns hervorspielt, klopfen die großen Vereine an und bieten ihnen gutdotierte Verträge. Diese Akteure dann zu halten, ist schwer.
Sie bilden also eher für andere Clubs aus?
Von unserer Arbeit soll natürlich in erster Linie unsere Erste profitieren. Aber ich bin Realist. Unsere Besten werden sofort von anderen Vereinen beobachtet. Und im ungünstigsten Fall wechseln sie dann auch. Darüber bin ich nicht böse, ich freue mich ja, wenn einer meiner Jungs eine gute Karriere einschlagen kann. Das ist halt der Ist-Zustand bei uns.
Was sind die Stärken Ihrer Mannschaft?
Der Wille ist bei jedem zu spüren. Die Kerle haben alle einen tollen Charakter, sie wollen lernen, knien sich im Training wie im Spiel voll rein. Das sind aber auch die Grundvoraussetzungen, um in dieser Liga zu bestehen.

Wo liegen die Schwächen?
So viele Schwächen gibt es da gar nicht. Wir haben oft durch kleine, individuelle Fehler verloren. Oder wir sind daran gescheitert, dass der Gegner in der Breite besser aufgestellt is, zum Beispiel gegen Leverkusen. Da haben wir bis zur 88. Minute ein 1:1 gehalten. Die Leverkusener mit ihrem großen, ausgeglichenen Kader wechseln dann zweimal und gewinnen noch 3:1. Das ist der Unterschied zu uns. Und natürlich schießen wir zu wenig Tore. Wir vergeben zu viele Chancen.

Wer hat sich bei Ihnen in der Hinrunde in den Vordergrund gespielt?
Ganz klar Marcel Gaus. Er ist ein Führungsspieler, zeigt stets 100 Prozent Engagement. Er ist Stürmer, kann aber auch kämpfen wie ein Verteidiger. Leider hapert es bei ihm manchmal an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Was stimmt Sie positiv für die Rückrunde?
Ich glaube an meine Mannschaft. Das Potenzial ist auf jeden Fall da, um in der Bundesliga zu bestehen. Der Charakter des Teams ist toll. All das zusammen lässt mich positiv auf die Rückrunde schauen. Wir schaffen das noch.

Autor: dvb

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