Duisburger SV 1900: Der DSV sowieso nicht, auch wenn der selbsternannte Titelaspirant und Geheimfavorit mehr als nur der Musik hinterher läuft. Die vielversprechenden personellen Neuverpflichtungen schlugen nicht ein, die Mannschaft bildete keine homogene Einheit und konnte an die Erfolge der Vorsaison nicht anknüpfen. Eklatant war vor allem, wie sich die Duisburger bei Niederlagen regelrecht abschlachten (1:4, 1:5, 1:6) abschlachten ließen und von der Nummer eins bis zur Auswechselbank durchweg Kreisliganiveau zeigten.

LL Niederrhein 3: Lage der Liga (Teil zwei)

Passek soll's für den DSV nach der Pause richten

ag
24. Januar 2008, 15:43 Uhr

Duisburger SV 1900: Der DSV sowieso nicht, auch wenn der selbsternannte Titelaspirant und Geheimfavorit mehr als nur der Musik hinterher läuft. Die vielversprechenden personellen Neuverpflichtungen schlugen nicht ein, die Mannschaft bildete keine homogene Einheit und konnte an die Erfolge der Vorsaison nicht anknüpfen. Eklatant war vor allem, wie sich die Duisburger bei Niederlagen regelrecht abschlachten (1:4, 1:5, 1:6) abschlachten ließen und von der Nummer eins bis zur Auswechselbank durchweg Kreisliganiveau zeigten.

Mehr als nur eine persönliche Enttäuschung für Ex-Trainer Jörg Kessen, der zusammen mit „Co“ Volker Dörr, von sich aus das Handtuch warf, weil „beide das Team nicht mehr erreichten“. Bleibt abzuwarten, ob sich die 1900er unter dem neuen Trainer Franz Passek fangen. Mehr als Schadensregulierung und die sofortige Planung für die neue Landeliga-Saison ist aber nicht drin.
SuS Dinslaken 09
Mit dem fulminanten Liga-Start (drei Siege, ein Remis) setzte die Elf von Trainer Jens Grote den Grundstein für das bisher gute Abschneiden. 19 Zähler sind für den Aufsteiger schon in Ordnung, allerdings ist der Tabellenkeller auch nur zwei, drei Zähler entfernt. Da steht viel Arbeit für das eingespielte Team des SuS an, gerade was die Ergebniskorrektur in der Fremde angeht (drei remis, sechs Niederlagen). Dort müssen die 09er punkten, um die 16 Heimpunkte weiter auszubauen und damit den Klassenerhalt zu sichern. Ein weiterer Negativpunkt sind die „verspielten“ Erfolge, weil die Dinslakener gerade in den Schlussminuten immer wieder einen Treffer kassieren. Der Ligaverbleib ist durchaus drin, auch wenn es sehr, sehr knapp wird.
SV Adler Osterfeld
Was ist los im Adler-Horst?! Eine derart erschreckende Bilanz der Truppe um Trainer Günter Schlipper hatte kaum einer erwartet. Die unmittelbare Nähe zum Abstiegsplatz erst recht nicht. Osterfeld schießt zu wenig Tore und kassiert hinten zu viele – nur fünf Siege mit 18 Punkten die logische Konsequenz. Nach dem Aderlass am Ende der letzten Saison haben sich die Adler nur unwesentlich verstärkt und zu sehr auf die alten, erfahrenen Recken aus besseren Zeiten gesetzt. Die falsche Karte, wie sich nun herausstellt. Dennoch wird dieser oft gescholtene Routine-Joker zum Ende der Rückrunde den entscheidenden Stich setzen, um in der Klasse zu bleiben.

SF Hamborn 07
Dass diese Saison nach dem Abstieg aus der Verbandsliga nicht einfach wird, war allen klar. Dass der Druck gerade im 100-jährigen-Jubiläumsjahr enorm ist, weil keiner der Verantwortlichen noch eine Klasse tiefer „rutschen“ möchte, auch. Dennoch setzten die Macher mit Siggi Sonntag auf einen erfahrenen Coach, der sich ganz der Jugend „verschrieen“ hat, um für die nächsten Jahre gerüstet zu sein und wieder eine fähige Truppe auf die Beine zu stellen, die in der Zukunft den Holtkamp zu alten Ehren zurückführen kann. Dass dies nicht auf Anhieb klappt und einer gewissen Anlaufzeit bedarf, ist ebenfalls richtig. Dennoch müssen die Sportfreunde aufpassen, dass sie nicht in den bitter-sauren Bezirksligaapfel beißen müssen, der mehr als nur einen „Abstieg“ zur Folge hätte. Doch das „Unternehmen Klassenerhalt“ wird eine harte Nuss.

SV Glückauf Möllen
Hier jetzt schon von dem ersten Absteiger der Saison zu sprechen, wäre sicherlich verfrüht und vorschnell. Dennoch liegen alle Tatsachen auf der Hand, dass sich dies nicht mehr vermeiden lässt. Minimum sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und insgesamt 44 Gegentreffer (Liga-Schlusslicht) sind sehr deutlich. Das Team um Neu-Coach Dietmar Kibbel, wenn es denn mal vollzählig am Spieltag erscheint, ist einfach zu unbeständig und in der Gänze nicht unbedingt landesligatauglich. Mit den meist nur „13 Unentwegten“ und einem viel zu dünnen Kader, in dem die „Leitwölfe“ und Strippenzieher fehlen, ist nicht mehr viel zu reißen. Die einzige Hoffnung: Club-Boss Willi Bochmann öffnet die Schatzkiste, um neue Kicker zu holen. Doch das hat er schon mehrfach verneint. So ist der Gang in die Bezirksklasse fast schon klar.

Autor: ag

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