Die Mütze tief über beide Ohren gezogen, absolvierte Vicente Sanchez am gestrigen Mittwoch sein erstes Training für den FC Schalke. Im Spielchen über den ganzen Platz machte er vorne links gleich einen guten Eindruck, antrittsschnell und mit dem direkten Zug zum Tor ausgestattet, zeigte der Neuzugang, der sich zunächst allein und ohne seine Familie im Revier einleben muss, keine Eingewöhnungsprobleme. Bei der offiziellen Präsentation vor der hiesigen Presse gab sich der 28 Jahre alte Stürmer dann eher zurückhaltend.

Schalke: Kein Kälteschock beim ersten Training: Sanchez gleich voll da

"Die Arena ist gewaltig!"

24. Januar 2008, 13:21 Uhr

Die Mütze tief über beide Ohren gezogen, absolvierte Vicente Sanchez am gestrigen Mittwoch sein erstes Training für den FC Schalke. Im Spielchen über den ganzen Platz machte er vorne links gleich einen guten Eindruck, antrittsschnell und mit dem direkten Zug zum Tor ausgestattet, zeigte der Neuzugang, der sich zunächst allein und ohne seine Familie im Revier einleben muss, keine Eingewöhnungsprobleme. Bei der offiziellen Präsentation vor der hiesigen Presse gab sich der 28 Jahre alte Stürmer dann eher zurückhaltend.

Vicente Sanchez, wie gefällt Ihnen das Wetter in Deutschland?

Es ist ganz schön kalt![imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/016-6100_preview.jpeg Kältempfindlich: Vicente Sanchez. (Foto: firo)[/imgbox]

Wie war ansonsten Ihr erster Eindruck von Schalke?
Sehr gut! Das Training hat mir gefallen, ich konnte auf der gleichen Position spielen, die ich auch bei Toluca inne hatte. Fußball ist ja überall auf der Welt das gleiche Spiel, nur die Temperaturen sind anders.
Sie sind nun schon der vierte Uruguayer, den es nach Schalke gezogen hat, in der Bundesliga spielen ja sonst keine Landsleute von Ihnen!

Ja, aber das ist keine große Überraschung, denn ich glaube, dass wir ganz gut hierhin passen. Und für mich ist die Integration so natürlich leichter.

Darío Rodríguez und Gustavo Varela hat man selten ohne Ihren geliebten Mate-Tee gesehen. Hängen auch Sie am grünen Tropf?

Nein! Ich mag ihn auch, aber sicher nicht so gerne wie Darío und Gustavo.

Ihre Verabschiedung in Mexiko war ein großes Ereignis. Sie wurden gefeiert wie ein Nationalheld!

Das war sehr bewegend, aber ich möchte mich nicht über meine ehemaligen Mannschaftskollegen von Toluca stellen. Ich habe dort fast sieben Jahre gespielt, wir waren sehr erfolgreich. Das honorieren die Leute in Mexiko, aber ich hatte auch immer den Traum in Europa zu spielen. Jetzt habe ich die Chance dazu bekommen, darüber bin ich sehr glücklich.

Was wissen Sie denn schon über Schalke?

Dass das ein großer Club in Europa ist und schon einige Erfolge in Deutschland hat. Natürlich habe ich viel mit Carlos Grossmüller, Gustavo und Darío über Schalke gesprochen. Sie haben mir nur Gutes über den Verein erzählt. Und die Arena ist wirklich beeindruckend, so groß habe ich mir sie nicht vorgestellt. Sollte ich gegen Basel auf dem Platz stehen, wird sie mir mit vollen Rängen bestimmt noch gewaltiger erscheinen.

Was wollen Sie mit den Königsblauen erreichen?

Das Ziel des Clubs ist es wieder die Champions League zu erreichen. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen. Ich denke, dass ich noch etwas Zeit brauchen werde, um mich an die Mannschaft und meine neuen Kollegen zu gewöhnen, aber ich versuche, hier die gleiche Leistung zu bringen wie in Toluca.
Sie sind recht klein gewachsen. Ein Vorteil gegenüber den oft großen Verteidigern in der Bundesliga?

Na ja, ich hoffe schon, dass ich den Abwehrleuten durch Tempodribblings und Flankenläufe Schwierigkeiten bereiten kann. Der deutsche Fußball ist sehr körperbetont, da kann ich meine Fähigkeiten vielleicht zur Geltung bringen.

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