Es war eine der prekärsten Personal-Entscheidungen der Winterpause: Jörg Silberbach wird in der Rückrunde den TuS Ennepetal trainieren, bevor er im Sommer zum Verbandsligisten SV Herbede weiterzieht. Für den bisherigen Ennepetaler Coach Horst Freund begann das Jahr mit der Entlassung beim ambitionierten Landesliga-Klub. Dass Jörg Silberbach nun

Landesliga 2: TuS Ennepetal sieht in Silberbachs Doppel-Rolle kein Problem

Keine Sorge um Interessenkonflikte

Felix Guth
22. Januar 2008, 15:44 Uhr

Es war eine der prekärsten Personal-Entscheidungen der Winterpause: Jörg Silberbach wird in der Rückrunde den TuS Ennepetal trainieren, bevor er im Sommer zum Verbandsligisten SV Herbede weiterzieht. Für den bisherigen Ennepetaler Coach Horst Freund begann das Jahr mit der Entlassung beim ambitionierten Landesliga-Klub. Dass Jörg Silberbach nun "zwischen den Stühlen" sitze, bestreiten die Verantwortlichen der beteiligten Vereine vehement.

"Von unserer Seite gibt es klare Absprachen", sagt Marcus Hahn, Abteilungsleiter bei Silberbachs Bald-Verein SV Herbede. Die Übergangslösung in Ennepetal akzeptiere man. "Wichtig ist, dass er bei uns schon voll in die Planung mit einbezogen ist", sagt der SVH-Fußball-Boss. Die ersten Transfers für die kommende Saison machte Silberbach bereits dingfest. "Er hat jetzt eben etwas mehr zu tun. Aber er ist ja ein Fußballverrückter, dem das nichts ausmacht."

Neben den Sitzungen mit dem Vorstand der Wittener, muss er einige Kilometer weiter den Alltag in der Landesliga bewältigen. Bei der Hallen-Kreismeisterschaft war der Ex-Coach von Vorwärts Kornharpen zum ersten Mal für die TuS-Mannschaft verantwortlich. "Der Trainerwechsel war eine Frage der Alternative", sagt Ennepetals Sportlicher Leiter Norbert Lewandowski. Als man hörte das Silberbach Kornharpen im Sommer verlassen würde, dachte man beim TuS erstmals über den langjährigen Coach von "Nachbar" TSG Sprockhövel nach.

Nun beschleunigte sich die Entwicklung, an deren Ende Aufstiegstrainer Horst Freund seinen Hut nehmen musste. "Die Trennung hat sich über einen längeren Zeitraum angedeutet", sagt Norbert Lewandowski. Im November gab es die ersten Risse im Verhältnis, nachdem die sportliche Leitung Trainer-Sohn Marco Freund aus dem Kader warf. "Aber die Unruhe in der Mannschaft ist geblieben", berichtet Lewandowski. So griff der TuS kurzfristig zu, als sich die Option Silberbach ergab. Man sei aber im Guten auseinander gegangen, betont Lewandowski.

"Natürlich hätten wir lieber eine langfristige Lösung gefunden. Aber jetzt haben wir Zeit und Ruhe, einen Trainer für die kommende Saison zu finden", sagt der Sportliche Leiter. Auf dem Weg zum "Projekt 2011", das den Verein in drei Jahren in der Oberliga sieht, ist ein zweites Landesliga-Jahr fest eingeplant. "Am Klassenerhalt habe ich keine Zweifel."

Autor: Felix Guth

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