Jahrezehnte lang galt der SC Hassel als einer der best geführten Clubs im hiesigen Amateurfußball. Ehrenpräsident Uwe Martin, der frühere Geschäftsführer Heinz Stork, Ex-Fußball-Abteilungsleiter Horst Bitter und der inzwischen den Vorsitz innehabende Dr. Reinhard Ellebrecht standen für höchst seriöse Vereinarbeit. Nach und nach trat die alte Garde ab, erst Martin, dann Bitter und vor zwei Jahren Stork gemeinsam mit dem damaligen zweiten Geschäftsführer Günter Radke sowie Hauptkassierer Jürgen Krautwald.

SC Hassel: Ellebrecht und Terboven hören auf

Führungskrise droht

20. Januar 2008, 10:17 Uhr

Jahrezehnte lang galt der SC Hassel als einer der best geführten Clubs im hiesigen Amateurfußball. Ehrenpräsident Uwe Martin, der frühere Geschäftsführer Heinz Stork, Ex-Fußball-Abteilungsleiter Horst Bitter und der inzwischen den Vorsitz innehabende Dr. Reinhard Ellebrecht standen für höchst seriöse Vereinarbeit. Nach und nach trat die alte Garde ab, erst Martin, dann Bitter und vor zwei Jahren Stork gemeinsam mit dem damaligen zweiten Geschäftsführer Günter Radke sowie Hauptkassierer Jürgen Krautwald.

[box_rsprint]Die in die Jahre gekommenen Funktionäre hinterließen ein bestelltes Feld, mit Carsten Terboven als Geschäftsführer, Dirk Teimel in der Position des Fußball-Abteilungsleiters sowie der für den sportlichen Bereich zuständige Thomas Kortmann und ein Jahr später Rüdiger Kürschners übernahmen die Verantwortung.

Nun droht der Sportclub in eine zuvor nie gekannte Führungskrise hineinzuschlittern. Ellebrecht und Terboven wollen aus privaten Gründen von ihren Posten zurücktreten, doch Nachfolger sind derzeit nicht in Sicht. "Das Ehrenamt ist tot", zeichnet der Rechtsanwalt, der mit seiner Frau im Februar den zweiten Nachwuchs erwartet, ein düsteres Bild der Hasseler Zukunft. "Leute für die Vereinsarbeit zu gewinnen, wird immer schwieriger. Das Problem haben aber nicht nur wir", betont Terboven. "So einen Club zu führen, ist aber eine Riesenverantwortung, der sich immer weniger Fußballfreunde stellen wollen."

Anfang März steht im "Zechengasthaus" die Jahreshauptversammlung des aus zehn Abteilungen bestehenden und fast 2.000 Mitglieder zählenden Großvereins an, eine Woche später trifft sich dort auch die Fußball-Abteilung. Eine Comeback von Heinz Stork, wie bereits spekuliert wurde, wird es nicht geben. "Ich habe vor zwei Jahren gesagt, dass eine neue Generation diese Aufgaben übernehmen solle. Und ich bin nicht so gestrickt, dass ich einen Rückzieher von meiner Rückzug mache", betont Stork, der noch fast jeden zweiten Sonntag zum "Lüttinghof" pilgert und sich die Spiele der Elf von Trainer Christoph Schlebach anschaut. "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der SC Hassel nach der JHV ohne Führung sein wird. Jeder, der vor zwei Jahren angetreten ist, um sich in den Dienst des Clubs zu stellen, hat doch die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass es weiter geht."

Eine klare Ansage an Ellebrecht und Terboven, aber auch alle anderen Freunde der Grün-Weißen, den in Gelsenkirchen immer noch größten Vereins nach Schalke 04 auf eine solide Basis für die Zukunft zu stellen.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren