Gleich zu Beginn des Trainingslagers gab es ein Lob von höchster Stelle.

MSV: Michael Lamey erlebt zum ersten Mal Abstiegskampf

"In meinem Kopf ist nur der MSV"

tt
19. Januar 2008, 09:53 Uhr

Gleich zu Beginn des Trainingslagers gab es ein Lob von höchster Stelle. "Michael Lamey gibt sich richtig Mühe, unsere Sprache zu lernen, das ist ein guter Junge", erklärt MSV-"Macher" Walter Hellmich. Und in der Tat: Der gebürtige Holländer beantwortet Fragen mittlerweile nicht mehr auf englisch, sondern in gutem Deutsch. "Ich bin im Trainingslager mit Sven Beuckert auf einem Zimmer", sagt Lamey, "dadurch werde ich automatisch gezwungen, deutsch zu sprechen. So komme ich Stück für Stück weiter."

Das will er auch mit dem MSV schaffen. Weg vom letzten Platz, hin zum rettenden Ufer. Lamey: "Ich habe in Eindhoven jahrelang um die Meisterschaft gespielt, war mit dem PSV in der Champions League dabei. In Waalwijk und Utrecht standen wir tabellarisch im sicheren Bereich. Jetzt erlebe ich zum ersten Mal Abstiegskampf. Das ist eine neue Erfahrung."

Aber trotzdem kein Grund, die eigene Situation zu überdenken und womöglich die Zelte abzubrechen. "Nein, Wechsel-Gedanken gibt es nicht. In meinem Kopf ist nur der MSV. Ich denke nicht so: Wir sind Letzter, bloß weg hier. Ganz im Gegenteil: Wir wollen es zusammen schaffen, müssen kämpfen und Gas geben." Auch in eigenem Interesse. Lamey: "Mein Vertrag läuft drei Jahre und gilt auch für die Zweite Liga. Da möchte ich ehrlich gesagt nicht unbedingt hin."

Sein Auftreten wirkte in einigen Partien eher zurückhaltend, während der Vorbereitung trat er bislang mit mehr Power auf, traf beim 2:0 gegen Offenbach sogar zur Führung. "In Eindhoven war meine Aufgabe ausschließlich defensiv, weil wir vorne halt Klasse-Leute hatten und immer das Spiel bestimmt haben. Beim PSV wussten wir: Du kannst jedes Spiel gewinnen, die Positionen wurden gehalten, die Pässe waren schnell und präzise. In Duisburg wird 90 Minuten Gas gegeben, ich habe meine Gedanken aus Eindhoven mitgenommen und muss sicherlich umdenken." Seine Spielweise will der "Außenminister" ebenfalls ändern: "Ich will mehr Risiko gehen und mehr Assists für die Stürmer schaffen."

Autor: tt

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