Da sich Bergen mal wieder von seiner feucht-unfröhlichen Seite zeigt, verbringen die Spieler den Großteil des Regenerations-Tages in ihrem Hotel. Das „Scandic Bergen City“ dient allen Teams der Gruppe C als Unterkunft, geht über zwei Straßenseiten und protzt mit den prominenten Gästen: Draußen wehen die Flaggen der vier Nationen. Die Spanier hätten ihre nach der gestrigen Schmach wohl am liebsten auf Halbmast gesetzt.

Tagebuch von der Handball-EM

Tag 3, Freitag, 18. Januar

18. Januar 2008, 17:08 Uhr

Da sich Bergen mal wieder von seiner feucht-unfröhlichen Seite zeigt, verbringen die Spieler den Großteil des Regenerations-Tages in ihrem Hotel. Das „Scandic Bergen City“ dient allen Teams der Gruppe C als Unterkunft, geht über zwei Straßenseiten und protzt mit den prominenten Gästen: Draußen wehen die Flaggen der vier Nationen. Die Spanier hätten ihre nach der gestrigen Schmach wohl am liebsten auf Halbmast gesetzt.

Da gehen die Weißrussen schon lockerer mit ihrer Niederlage um. Erst bedankten sich die sympathischen Nobodies bei den Deutschen für die Lehrstunde, jetzt genießen sie die Annehmlichkeiten der Hotel-Lobby mit lauschigen Sitzgelegenheiten und Internet-Anschluss rund um den offenen Kamin.

Währenddessen sorgt sich Lars Kaufmann um das Wohlergehen seiner Mitspieler. Das tut er allerdings nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern aufgrund von Heiner Brands Ankündigung: „Wenn sich die beiden Schlussleute bis morgen keine Grippe einfangen, werde ich Lars nachnominieren.“ Der bisherige Tribünen-Gast gibt sich nicht nur aufgrund seiner Badeschlappen lässig: „Ich werde die Jungs in Watte einpacken, wenn ich welche finde.“

Der Hintergrund ist allerdings weniger erfreulich: Oleg Velyky ist schon wieder in Frankfurt gelandet, nachdem sich der Verdacht auf einen Einriss am Außenmeniskus des rechten Knies bestätigte. Auch Markus Baur befindet sich aktuell in Deutschland: Der Kapitän flog um sechs Uhr morgens nach Hause, um die Geburt seines dritten Kindes mitzuerleben. Ehefrau Marion brachte den kleinen Kimi ohne Komplikationen zur Welt, und der frisch gebackene Vater wird schon heute Abend im Mannschaftsquartier zurückerwartet. Viel effektiver kann man einen spielfreien Tag nicht nutzen…

Bis morgen,
Kai Griepenkerl

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