Zwei Matches, insgesamt sechs Spiele abgegeben und gerade einmal 155 Minuten auf dem Platz gestanden: Titelverteidiger Roger Federer kennt zum Auftakt der Australian Open keine Gnade. Nachdem der Schweizer in der ersten Runde den Argentinier Diego Hartfield in 74 Minuten mit 6:0, 6:3, 6:0 vom Platz geschossen hatte, musste nun auch Fabrice Santoro eine Lehrstunde über sich ergehen lassen. Federer ließ dem 35 Jahre alten Veteranen aus Frankreich beim 81-minütigen 6:1, 6:2, 6:0 nicht den Hauch einer Chance.

"Fed-Express" überrollt auch Santoro/Gremelmayr scheitert trotz Matchbällen

"Ich könnte alles kaputtschlagen"

sid
17. Januar 2008, 12:56 Uhr

Zwei Matches, insgesamt sechs Spiele abgegeben und gerade einmal 155 Minuten auf dem Platz gestanden: Titelverteidiger Roger Federer kennt zum Auftakt der Australian Open keine Gnade. Nachdem der Schweizer in der ersten Runde den Argentinier Diego Hartfield in 74 Minuten mit 6:0, 6:3, 6:0 vom Platz geschossen hatte, musste nun auch Fabrice Santoro eine Lehrstunde über sich ergehen lassen. Federer ließ dem 35 Jahre alten Veteranen aus Frankreich beim 81-minütigen 6:1, 6:2, 6:0 nicht den Hauch einer Chance.

"Ich denke, ich habe ganz clever gegen ihn gespielt", meinte der Weltranglistenerste nach vollbrachter Arbeit. Santoro, der in Melbourne mit seinem 62. Grand-Slam-Start zum Rekordhalter avancierte, war hingegen bedient: "Ich habe gerade einmal vier Unforced Errors fabriziert - und kriege dennoch gerade einmal drei Spiele", haderte der Unterlegene, der 53 direkte Punkte seines Kontrahenten kassierte. Nächstes "Opfer" für Federer wird der Serbe Janko Tipsarevic.

Auch der an Nummer drei gesetzte Serbe Novak Djokovic zog ohne Probleme in die dritte Runde ein, bezwang Simone Bolelli 6:1, 6:2, 6:2. Mehr kämpfen musste Lleyton Hewitt: Der australische Hoffnungsträger rang den Usbeken Denis Istomin 7:6 (7:5), 6:3, 5:7, 6:1 nieder.

Qualifikant Denis Gremelmayr muss nach der zweiten Runde der Australian Open die Koffer packen. Der 26-Jährige unterlag dem US-Amerikaner Vincent Spadea mit 6:4, 2:6, 3:6, 6:2, 7:9. Der für Mannheim spielende Lampertheimer lieferte dem US-Amerikaner einen großen Kampf und den Zuschauern einen echten Thriller. Dabei konnte er im fünften Satz beim Stand von 6:5 drei Matchbälle nicht nutzen. "Die Enttäuschung ist sehr groß, im Nachhinein könnte ich alles kaputtschlagen", sagte der 26-Jährige: "Ich habe gekämpft bis zum Ende, aber ich habe meine Chance nicht genutzt."

Von den acht gestarteten deutschen Männern hat somit allein Philipp Kohlschreiber die dritte Runde beim ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres erreicht. Der Augsburger spielt am Freitag in der Night Session gegen Andy Roddick (USA).

Keine Überraschung im Damen-Feld: Nachdem bereits am Mittwoch die topgesetzte Justine Henin den Einzug in die dritte Runde der Australian Open geschafft hatte, konnten die ärgsten Konkurrentinnen der Belgierin nachziehen. Die an Nummer zwei eingestufte Russin Swetlana Kusnezowa hatte beim 7:6 (7:0), 6:2 gegen Zwetana Pironkowa aus Bulgarien nur zu Beginn einige Schwierigkeiten. Glatter machte es die Nummer vier, Ana Ivanovic: Die Serbin führte Tathiana Garbin zeitweise vor und setzte sich schließlich glatt mit 6:0, 6:3 durch.

Einer Überraschung am nächsten war Camille Pin. Die Französin konnte Venus Williams (Nummer 8) zwei Sätze lang ärgern, ehe sich die Finalisten von 2003 7:5, 6:4 durchsetzte. Anna Tschakwetadse (6) bezwang ihre russischen Landsfrau Alisa Kleybanowa 6:3, 6:4. Damit ist von den ersten Zwölf der Setzliste nur die Französin Marion Bartoli nach ihrem Erstrunden-Aus nicht mehr dabei.

Autor: sid

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