Verbandsligist Germania Gladbeck schlittert immer mehr in die sportliche Krise hinein. Nach dem schlechten Saisonstart des großen Aufstiegsfavoriten (Platz sechs), verlor die Elf gestern das Kreispokalspiel gegen den Liga-Konkurrenten SC Hassel 4:6 nach Elfmeterschießen. Germanias Spielertrainer Mustafa Turgut  sah die dritte Pflichtspiel-Niederlage seiner Mannschaft in Folge nicht. Er musste aus beruflichen Gründen passen. Möglicherweise wird Turgut gar nicht mehr auf die Trainerbank der Germania zurückkehren. Hinter den Kulissen wird sogar schon über seinen potenziellen Nachfolger diskutiert. Ein bisheriger Kandidat: Ex-Profi Rüdiger Abramczik. Der will aber, wie er gegenüber revierkick.de mitteilte, wenn nur beratend zur Seite stehen.

Verbandsliga: Sucht Germania Gladbeck schon einen Nachfolger für Turgut?

Abramczik will es nicht machen

Thomas Ziehn
09. Oktober 2006, 17:05 Uhr

Verbandsligist Germania Gladbeck schlittert immer mehr in die sportliche Krise hinein. Nach dem schlechten Saisonstart des großen Aufstiegsfavoriten (Platz sechs), verlor die Elf gestern das Kreispokalspiel gegen den Liga-Konkurrenten SC Hassel 4:6 nach Elfmeterschießen. Germanias Spielertrainer Mustafa Turgut sah die dritte Pflichtspiel-Niederlage seiner Mannschaft in Folge nicht. Er musste aus beruflichen Gründen passen. Möglicherweise wird Turgut gar nicht mehr auf die Trainerbank der Germania zurückkehren. Hinter den Kulissen wird sogar schon über seinen potenziellen Nachfolger diskutiert. Ein bisheriger Kandidat: Ex-Profi Rüdiger Abramczik. Der will aber, wie er gegenüber revierkick.de mitteilte, wenn nur beratend zur Seite stehen.

Mustafa Turgut wusste auf Nachfrage von diesen Gedankenspielen noch nichts: „Natürlich bin ich noch Trainer der Germania. Mir hat niemand etwas gegenteiliges mitgeteilt. Es ist eine schwierige Situation, aber wir werden alles dafür tun, dass wir wieder Erfolg haben“, gab sich der Ex-Profi kämpferisch.

Germania Gladbeck war als großer Favorit in die neue Spielzeit gegangen. Nach acht Partien liegt man mit 12 Punkten allerdings weit hinter den Erwartungen und Spitzenreiter DSC Wanne-Eickel (18 Punkte) zurück. Bereits am vergangen Montag hatten sich Mannschaft, Trainer und Vorstand zu einem klärenden Gespräch versammelt. „Der Vorstand hat die Erwartungen an uns offen gelegt. Jeder weiß jetzt Bescheid, worum es geht. Wir müssen nun alle 100 Prozent geben, damit wir das Ziel Aufstieg noch schaffen“, berichtet Turgut.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_102.jpg Germanias Spielertrainer: Ex-Profi Mustafa Turgut.[/imgbox]

Vor der Saison rüstete der Klub rund um das Stadion an der B224 kräftig auf. Gerade im Offensivbereich ist die Gladbecker Mannschaft reich an prominenten Namen. Mit Seyfullah Kalayci kam der Torschützenkönig der letzten Oberliga-Saison vom VfB Hüls und Sturmpartner Abduo Nassirou Ouro Akpo wechselte von Rot-Weiß Oberhausen an die B224. Mesut und Ahmet Özkaya verfügen ebenso über Oberliga-Erfahrung, wie Danny Schnelle und Torhüter Rafael Dudek. Kaum ein Spieler im Kader der Germania hat nicht schon einmal ein Oberliga-Spiel absolviert.

Trainer Mustafa Turgut zeigte sich auch aus diesen Gründen optimistisch, dass es bald wieder aufwärts geht und verschwendet derzeit (noch) keinen Gedanken daran, dass dies womöglich nicht mit ihm geschehen könnte. „Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen. Das Pokal-Aus ist zwar ärgerlich, aber das kann passieren. Im Elfmeterschießen brauchst du schließlich auch das nötige Quäntchen Glück. Ich bin mir sicher, dass wir schnell den Weg aus der Krise finden. Der Rückstand auf den Spitzenreiter beträgt ja lediglich sechs Punkte. Die Saison ist noch lang und da kann noch viel passieren“, hofft Turgut auf bessere Zeiten.

Auf Seite 2: Die Gerüchte um Abramczik und was der Ex-Profi zu einem möglichen Engagement sagt

Autor: Thomas Ziehn

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