Nun ist auch der Abgang von Sebastian Westerhoff perfekt. Der Stürmer kehrt endgültig zum VfL Bochum II zurück.

Erkenschwick: Westerhoff weg, Velardi Kandidat

"Schalke ist fairer als VfL"

15. Januar 2008, 09:17 Uhr

Nun ist auch der Abgang von Sebastian Westerhoff perfekt. Der Stürmer kehrt endgültig zum VfL Bochum II zurück. "Wir haben uns mit ihm geeinigt, nicht aber mit dem VfL", berichtet Holger Flossbach. Und der Sportliche Leiter der Spielvereinigung ist vom Erstligisten bitter enttäuscht: "Bochum hat für Amateurvereine anscheinend nicht viel übrig. Die haben sich überhaupt nicht gemeldet. Da hat sich Schalke im Fall mit Alexander Thamm viel fairer verhalten."

Dennoch entsprechen die Erkenschwicker Westerhoffs Wunsch. "Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen", sieht Flossbach neben dem wirtschaftlichen auch den menschlichen Aspekt. "Sebastian wollte weg und mit unserer Freigabe haben wir ihm geholfen. Das ist für beide Parteien die beste Lösung."

Doch die "Schwicker" haben nun mit Westerhoff, Thamm und Gökhan Özdemir (SC Wiedenbrück) gleich drei Stürmer verloren und sind aktuell auf der Suche nach Ersatz. Und den könnten sie in der Oberliga Nordrhein finden. Beim von der Insolvenz bedrohten KFC Uerdingen steht mit Luciano Velardi ein Zögling von Coach Manfred Wölpper unter Vertrag. "Die beiden kennen sich noch aus ihrer gemeinsamen Zeit beim VfL und haben sich immer gut verstanden", ist sich Flossbach sicher, dass der Kontakt zwischen Velardi und Wölpper nie abgerissen ist.

"Natürlich wird Luciano von zahlreichen Viertligisten gejagt, aber vielleicht können wir uns über die Freundschaftsschiene einen Vorteil erarbeiten. Kontakt haben wir bereits aufgenommen." Doch Velardi steht in Uerdingen noch unter Vertrag, muss den ominösen 23. Januar warten. Denn dann soll die Entscheidung fallen, ob der Traditionsclub das Schuldenloch in Höhe von knapp 250.000 Euro schließen kann, oder ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Sollte der Velardi-Transfer scheitern, sieht Flossbach dennoch keine Probleme. "Wir haben die Lücke im Angriff erst einmal mit Mirko Eisen aus der Reserve gefüllt. Wir werden mit Sicherheit nicht in Panik verfallen und einfach drauflos kaufen. Wenn sich nichts ergibt, haben wir trotzdem genügend Qualität, die NRW-Liga zu erreichen." Denn schließlich hat er ja auch noch ein Ass im Ärmel. "Im März wird Markus Wood zu uns stoßen und mit ihm hätten wir einen weiteren torgefährlichen Mann", überlegt Flossbach, der vom ehemaligen Dortmunder bislang aber nur eine mündliche Zusage, allerdings noch keine Unterschrift hat.

Das Gleiche gilt zudem für Keeper Bastian Görrissen. "Aber das ist nur noch eine Formsache", sieht Flossbach keine Probleme und ist vom Ex-Bochumer mehr als angetan: "Er hält einfach fantastisch. Wenn wir auf den anderen Positionen so stark besetzt wären wie auf der Linie, dann müssten wir uns gar keine Gedanken mehr machen."

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