Am Ende durften sich alle, die an der 24. Dortmunder Hallen-Stadtmeisterschaft mitgewirkt hatten, auf die Schulter klopfen. Der Fußballkreis Dortmund stellte gemeinsam mit den ausrichtenden Vereinen und den Sponsoren ein ebenso faires wie sportlich und organisatorisch niveauvolles Turnier auf die Beine. In den drei Wochen sahen rund 16 000 Zuschauer die Spiele um die Dortmunder Hallen-Krone.

Dortmund: Hallen-Stadtmeisterschaft bricht einmal mehr alle Rekorde

"Der Dortmunder Sport braucht eine neue Halle"

Felix Guth
14. Januar 2008, 14:45 Uhr

Am Ende durften sich alle, die an der 24. Dortmunder Hallen-Stadtmeisterschaft mitgewirkt hatten, auf die Schulter klopfen. Der Fußballkreis Dortmund stellte gemeinsam mit den ausrichtenden Vereinen und den Sponsoren ein ebenso faires wie sportlich und organisatorisch niveauvolles Turnier auf die Beine. In den drei Wochen sahen rund 16 000 Zuschauer die Spiele um die Dortmunder Hallen-Krone.

Die setzte sich letztlich Landesligist TuS Eving-Lindenhorst auf und erhielt dafür den verdienten Beifall der 2000 Zuschauer beim Endrundenturnier in der Halle Wellinghofen. Nachdem im Vorjahr Ortsrivale Phönix siegte, holte der traditionsreiche TuS den Pokal zum zweiten Mal nacheinander in den Stadtteil im Dortmunder Norden.

Was so ein Hallentitel wirklich für einen sportlichen Wert hat, wissen auch die Evinger ganz genau. "Es geht ab sofort nur noch um die Vorbereitung auf die Rückrunde", sagte Trainer Peter Wongrowitz bereits, unmittelbar nach dem 5:2-Endspieltriumph über ASC 09 Dortmund. Dennoch: Was als Ablenkung in der Winterpause gedacht ist, entwickelt sich in Dortmund Jahr für Jahr zu einem harten Kampf um den Titel, den alle Teams mit großem Ehrgeiz angehen.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/935-6019_preview.jpeg Volle Ränge in der Halle Wellinghofen. Hier die Fans des ASC 09. (RS-Foto: Helmut Otto)[/imgbox]Bei einem Evinger schlug dieser Ehrgeiz in Blindheit um: Denis Boutagrat sorgte mit seiner Attacke gegen Körnes Co-Trainer Marcus Schmidt für die glücklicherweise einzige Gewaltszene des gesamten Turniers. Eine erste "Strafe" erhielt der mit so viel fußballerischem Talent, aber auch mit auffälliger Hitzköpfigkeit ausgestattete Spieler schon bei der Siegerehrung. Sein Name wurde von Hallensprecher Markus Prandzioch nicht verlesen. Hinzu kommt wahrscheinlich eine deftige Sperre, die Boutagrat im Rennen um die Stammplätze in der zweiten Halbserie zurückwerfen wird - falls er überhaupt noch eingreifen kann.

Das hitzige Halbfinale zwischen Körne und Eving blieb die Ausnahme. Spieler und Verantwortlichen pflegten sonst einen durchweg respektvollen Umgang. "Vielleicht liegt es daran, dass man sich im Dortmunder Fußball gut und teilweise über Jahre kennt", meinte ein Beteiligter. Letztlich trugen aber auch die Schiedsrichter bis auf wenige - zumeist nicht entscheidende falsche Pfiffe - zur entspannten Stimmung bei. Und dass, obwohl der Kreis das Wagnis ging und mit Paul Hardrossek, Leo Bender, Nico Sänger und Daniel Rott in der Endrunde überwiegend auf sehr junge Unparteiische setzte.

Bei aller Harmonie war aber nicht alles konfliktfrei. Das Team der Fersehproduktion "Sport Live" musste seinen Internet-Live-Stream nach den ersten beiden Viertelfinals am Samstag abbrechen. "Die Leute haben getobt vor Wut und das auf unserer Homepage auch zum Ausdruck gebracht", meinte "Sport Live"-Macher Uwe Kisker. Nach seiner Aussage habe der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski ihm mitgeteilt, dass die Sponsoren eine Live-Übertragung nicht wünschten. Dem widerspricht Grondziewski jedoch: "Das habe ich selbst veranlasst. Man hätte das vorher mit dem Veranstalter absprechen müssen. Die zeitlich Möglichkeiten dazu waren gegeben."

Davon, dass "Sport Live" schon in der Zwischenrunde Live-Bilder aus der Halle Huckarde im Internet gesendet habe, sei er ebenfalls nicht in Kenntnis gesetzt worden. Insgesamt berichtet Kisker von rund 11 000 Homepage-Besuchern an allen Übertragungstagen. Grondziewksi: "Die Idee ist ja nicht falsch. Man hätte schon eine Lösung gefunden." So müsse man allerdings den Umgang miteinander überdenken. "Es gibt etwas zu besprechen."

Auf Seite 2: Ein Interview mit dem Dortmunder Kreisvorsitzenden Jürgen Grondziewski

Autor: Felix Guth

Seite 1 / 2 Nächste Seite >
Kommentieren