Moskitos-Trainer Jari Pasanen ist verschnupft. Zwar scheint die Mannschaft sich von der schweren Grippewelle, die in den letzten Tagen die Runde machte, zu erholen, dafür hat es den Coach jetzt voll erwischt. „Das ist aber zweitrangig“, hüstelt der Finne. „Hauptsache ist, dass die Mannschaft wieder trainieren konnte.

Moskitos Essen: Zwei Kanadier in Pasanens Visier

Spielabsage sorgt für Wirbel

Aaron Knopp
10. Januar 2008, 17:16 Uhr

Moskitos-Trainer Jari Pasanen ist verschnupft. Zwar scheint die Mannschaft sich von der schweren Grippewelle, die in den letzten Tagen die Runde machte, zu erholen, dafür hat es den Coach jetzt voll erwischt. „Das ist aber zweitrangig“, hüstelt der Finne. „Hauptsache ist, dass die Mannschaft wieder trainieren konnte.

Jetzt muss man sehen, wie die Jungs die Belastung wegstecken, aber bis auf drei, vier Leute, die noch etwas krank sind, scheinen alle auf einem sehr guten Weg.“ Der Partie gegen den SC Riessersee am morgigen Freitag (Eishalle am Westbahnhof, 20.00 Uhr) steht also scheinbar nichts im Weg. Keine Selbstverständlichkeit, mussten die „Stechmücken“ noch am Sonntag die Partie in Landshut aufgrund akuten Spielermangels absagen. Sehr zum Ärger von Cannibals-Manager Bernd Truntschka. Der ließ über die lokale Presse verlauten, er werde intensiv prüfen, ob eine Spielabsage unumgänglich gewesen sei und gegebenenfalls drei Punkte am Grünen Tisch einfordern sowie eine zusätzliche Schadensersatzforderung geltend machen.

Pasanen kann nur mit dem Kopf schütteln: „Unser Geschäftsführer Bernd Piel hat den Ligenleiter Oliver Seeliger rechtzeitig informiert, jetzt reichen wir alle Informationen, wie zum Beispiel Krankschreibungen, nach.“ Truntschkas Vorwurf, der Kader hätte notfalls mit Juniorenspielern aufgefüllt werden müssen, weist Pasanen zurück. „Unser Problem war einfach, dass wir keinen gesunden Torhüter bekommen konnten.“ Auch die Nachwuchs-Goalies kamen für einen Einsatz jedoch nicht in Frage, DEG-Torhüter Jochen Reimer bekam keine Freigabe. „Truntschka hat da etwas aufgebauscht“, schimpft Pasanen und rechnet mit einem neuen Spieltermin statt der in Landshut eingeforderten drei Punkte zugunsten der Cannibals. Sollte es zu der Nachholpartie kommen, könnte der Moskitos-Sturm bereits mit neuem Gesicht auflaufen.

„Wenn es ein Wunschkonzert wäre, würde ich für die verletzten Mika Puhakka und Dean Beuker zwei gleichwertige Spieler nachverpflichten“, seufzt der 43-Jährige. Im Vorstand soll nun erörtert werden, wie viel finanzieller Spielraum den „Mücken“ noch bleibt. In jedem Fall stehen aber schon Kandidaten bereit. „Zwei Kanadier warten auf unser Signal“, nickt Pasanen. Mit einem anderen Kandidaten wird dagegen wohl keine Einigung erzielt: „Ein Freund von Martin Bartek, ebenfalls Slowake, wäre gerne zu uns gekommen, aber wir hätten auf die Schnelle keine Arbeitserlaubnis bekommen“, berichtet der Coach.

Wann der ESC mit der ersehnten Verstärkung rechnen kann, ist vorerst jedoch noch offen. „Bis zum Wochenende werden wir niemanden bekommen, ob es für die nächste Woche klappt, steht auch noch nicht fest“, zuckt der Bandenchef die Schultern. Dennoch seine Forderung: „Wir müssen Geduld haben, auch wenn die Situation schwierig ist. Wir brauchen die Punkte und müssen auch ohne die Ausfälle alles geben.“

Autor: Aaron Knopp

Kommentieren