Gute Geschäfte sind immer die, mit denen beide Seiten zufrieden sein können. Marcel Kollers Vertragsverlängerung beim VfL Bochum ist ein solches

RevierSport-Kommentar zur Trainerverlängerung in Bochum

Marcel Koller - richtiger Mann am richtigen Ort

Ulrich Homann
08. Januar 2008, 08:57 Uhr

Gute Geschäfte sind immer die, mit denen beide Seiten zufrieden sein können. Marcel Kollers Vertragsverlängerung beim VfL Bochum ist ein solches "gutes Geschäft". Es war seinerzeit eine mutige und weitblickende Entscheidung Werner Altegoers, auf den Schweizer zu setzen. In seinem Heimatland hatte der feine Techniker zwar sowohl als Spieler wie auch als Trainer Erfolge gefeiert.

Mit dem 1.FC Köln war er aber in der Bundesliga gescheitert. Daran erinnerten die Bochumer Kritiker-Heerscharen von Beginn seiner Tätigkeit an mit Nachdruck. Und deswegen stand er auch stets im Regen, wenn es mal nicht so gut lief. Selbst der souveräne Aufstieg ließ nicht alle Skeptiker verstummen.

Doch Marcel Koller wird selbst von seinen Befürwortern zumeist eher noch unterschätzt. Der Mann ist ein Segen für den VfL Bochum. Unaufgeregt und trotzdem mit dem Herzen bei der Sache. Ungemein kompetent, zwar nicht volkstümlich, aber immer offen und sympathisch. Hier im Revier sagen wir dazu: "Ein feiner Kerl".

Aber auch Marcel Koller wird wissen, was er am VfL Bochum hat. "Hier, wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld", lässt es sich für einen wie ihn, der nicht zu den Egomanen des Gewerbes gehört, noch relativ ruhig und sachlich arbeiten. Beiden, Verein wie Trainer, wäre nur endlich mal ein großer Erfolg zu gönnen, der für sich spricht. Denn die große Leistung, die Jahr für Jahr an der Castroper Straße erbracht wird, bleibt für die Fußball-Laufkundschaft, die sich nur an den Schlagzeilen orientiert, in hohem Maße erklärungsbedürftig.

Autor: Ulrich Homann

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