Der frühere Profibox-Weltmeister Henry Maske hat vor seinem Comeback-Kampf gegen den US-Amerikaner Virgil Hill im März lange an seinen Erfolgsaussichten gezweifelt.

Maske: "Zweifel gab es permanent"

"Aber ich war nie verzweifelt"

sid
30. Dezember 2007, 10:26 Uhr

Der frühere Profibox-Weltmeister Henry Maske hat vor seinem Comeback-Kampf gegen den US-Amerikaner Virgil Hill im März lange an seinen Erfolgsaussichten gezweifelt. "Zweifel gab es permanent. Aber ich war nie verzweifelt", sagte der 43 Jahre alte ehemalige IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht im Interview der Welt am Sonntag. Im Nachhinein glaube er, "viele animiert zu haben, sich selbst zu hinterfragen, warum sie Träume und Wünsche nicht gelebt haben. Ich habe ihnen gezeigt, dass sie es sich zutrauen können."

Maske hatte Hill nach zehn Jahren Wettkampf-Pause am 31. März in der Münchner Olympiahalle über zwölf Runden nach Punkten besiegt und damit erfolgreich Revanche genommen für die Punktniederlage in seinem bis dato letzten Kampf am 23. November 1996 an gleicher Stelle. Das mit dem Kampf eingegangene Risiko habe er allerdings erst hinterher erkannt, erklärte der "Gentleman" nun: "Als ich meine Kinder nach dem Kampf traf - wie sie mich da ansahen: unheimlich glücklich, mit offenen Augen, und dem Bewusstsein, es ist alles gutgegangen. Da ist mir klar geworden, was hätte passieren können."

Vor dem Fight habe er mit der Familie den Stallone-Film Rocky Balboa gesehen. Dadurch sei ihm bewusst geworden, dass man verlieren dürfe und trotzdem nicht scheitern müsse: "Dass man nicht davon abhängig ist, was andere für richtig halten, dass man sich gegen Kritik stellen darf. Dinge, die mich auch beschäftigen."

Die Revanche Maske gegen Hill hatte im Frühjahr durchschnittlich 15,99 Millionen Box-Fans vor die Fernsehschirme gelockt. Maske erhielt eine Börse von geschätzten drei Millionen Euro, Hill 1,2 Millionen Euro.

Autor: sid

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