Aufatmen bei TUSEM Essen. Kurz vor der Jahreswende klärten sich die Gesichter von Mannschaft, Trainer und Club-Verantwortlichen durch den 35:30 (14:11)-Erfolg vor 3300 Zuschauern in der ausverkauften Hallo-Halle gegen den SC Magdeburg merklich auf. Jens Pfänder, TUSEM-Coach:

Tusem - Magdeburg 35:30 (14:11) / Eylers wie Wand

Pfänder: "Ein Lebenszeichen"

29. Dezember 2007, 19:32 Uhr

Aufatmen bei TUSEM Essen. Kurz vor der Jahreswende klärten sich die Gesichter von Mannschaft, Trainer und Club-Verantwortlichen durch den 35:30 (14:11)-Erfolg vor 3300 Zuschauern in der ausverkauften Hallo-Halle gegen den SC Magdeburg merklich auf. Jens Pfänder, TUSEM-Coach: "Es war wichtig für uns, das war ein Lebenszeichen, das wir von uns gegeben haben. Nach der Heimniederlage gegen Wetzlar waren wir alle schon geknickt."

Nun war die Stimmung merklich besser. Helmut Kurrat, Magdeburger Trainer, redete ehrlich nicht um den heißen Brei herum: "Die Anfangsphase konnten wir ausgeglichen gestalten." Mehr kam aber nicht. Kurrat: "Aber mit einer schlechten Angriffsleistung haben wir den TUSEM stark gemacht, die Truppe wurde dadurch immer sicherer." Gunnar Dietrich, TUSEMs U21-Nationalspieler, absolvierte sein bisher bestes Match, seit er in Essen anheuerte. Das gilt für Abwehr und Offensive. Wichtig: Sergio-Ruiz Casanova ist wieder richtig fit, agierte in der Angriffsmitte komplett durch. Mark Dragunski (Rückenprobleme in seiner wahrscheinlich letzten Saison) und Andrej Winiak (Schulter-OP steht an) blieben komplett auf der Bank.

Nach dem Match versammelte sich die TUSEM-Familie in einer Margarethenhöher Gastronomie zu einem gemeinsamen Abendessen, schon in der Halle wurde etwas gezaubert. Nach der Europameisterschaft gilt es, die Aufholjagd einzuleuten. Pfänder: "Jetzt sind wieder dran, der Anschluss ist da. Ganz bedeutsam war natürlich die gute Abwehrleistung, Gerrie Eylers stand dahinter überzeugend."

Der Keeper war wie eine Wand. Das sah auch Stefan Kretschmar, Sportdirektor der Gäste, nicht anders: "Gerrie hat nach einer Viertelstunde das TUSEM-Tor zugenagelt. Wir konnten nie an die Leistung der letzten drei Matches anknüpfen." Die Frage nach Verstärkungen wird bislang noch mit einem Kopfschütteln beantwortet, dafür soll das Geld nicht reichen. Eine Ausleihe könnte verwirklicht werden, jedoch keine Verpflichtung über die Spielzeit hinaus. Horst Edelmeier, Geschäftsführer, betonte: "Neue kommen nicht, diese finanzielle Kraft haben wir nicht. Ich bin aber überzeugt, wir schaffen auch mit den aktuellen Jungs den Klassenerhalt."

Tore für Essen: Schmetz (8/5), Casanova (7), Klesniks (6), Dietrich (6), Schmidt (3), Vrany (3), Katzirz (2)
Tore für Magdeburg: Vasilakis (10), Grafenhorst (5), Jurecki (4), Theuerkauf (3/1), Kabengele (3), van Olphen (3), Sprenger (1), Jungwirth (1)

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