Die wichtigste Nachricht kam pünktlich zum Weihnachtsfest: In Herne geht's weiter. Der Westfalia bleibt der finanzielle K.o. erspart und es gibt auch über die aktuelle Saison hinaus eine Zukunft für den SCW.

Herne: Stieneke nimmt Existenzängste und begleicht die Schulden

Paeskes "Alibi-Job"

tr
27. Dezember 2007, 08:51 Uhr

Die wichtigste Nachricht kam pünktlich zum Weihnachtsfest: In Herne geht's weiter. Der Westfalia bleibt der finanzielle K.o. erspart und es gibt auch über die aktuelle Saison hinaus eine Zukunft für den SCW. "Zum Glück", pustet Michael Baum, Defensiv-Stratege und Mannschaftsrats-Mitglied am "Schloss Strünkede", tief durch. Denn das Team von Coach Frank Schulz lief am letzten Freitag mit gemischten Gefühlen bei der Weihnachtsfeier auf.

Doch Ex-"Boss" und Ehrenrats-Präsident Jürgen Stieneke nahm den Akteuren die Existenzängste. Zusammen mit seinem damaligen "Vize" Klaus Großheim und Gönner Helmut Alexander hat er dem Verein eine Perspektive ermöglicht. "Es geht nicht reibungslos über die Bühne, aber beiden Seiten ist geholfen", fasst Baum den getroffenen Kompromiss zusammen. Demnach beglich Stieneke am Samstag das ausstehende November-Gehalt sowie die nichtgezahlten Prämien. Die Dezember-Rechnung wird allerdings gestundet. "Wir schieben es nach hinten", berichtet Baum. "Sobald es die wirtschaftliche Lage wieder zulässt, bekommen wir die Euros dann nachgezahlt."

Zur Überraschung aller tauchte plötzlich auch der erste Vorsitzende Ingo Paeske auf. "Er war da, hat aber nicht mit uns gesprochen", berichtet Baum. "Er hat sich nur mal wieder etwas geleistet. Denn im Vorfeld hatten sich Paeske und Stieneke getroffen, um alle Zahlen auf den Tisch zu legen. Doch von den fehlenden Prämien hatte er nichts erzählt, so dass Stieneke erst einmal vor den Kopf gestoßen wurde. Man merkt, dass Paeske ein gebrochener Mann ist."

Und auch der dienstälteste Herner, Sven Barton, kann nur den Kopf schütteln: "Ich dachte auch, was macht Paeske denn hier? Aber er hat unseren Eindruck mal wieder bestätigt, nicht mit offenen Karten gespielt. Was er aber auch macht ist mir egal, denn mein Ansprechpartner ist zum Glück wieder Stieneke." Denn der Außenbahnmotor erklärt, dass "Stieneke immer offen und ehrlich ist. Das ist genau das, was wir wollten.“

Baums Schlusswort: "Wir sind Stieneke und Co sehr dankbar. Während Paeske den Job nur als Alibi gemacht hat, sind die Jungs mit dem Herzen dabei. Wir werden den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen."

Autor: tr

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