Mit dem Jahr 2007 enden auch die vielleicht erfolgreichsten zwölf Monate des deutschen Frauenfußballs. Über allem thronte natürlich die Titelverteidigung der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in China, aber auch die Frauen-Bundesliga erlebte einen regelrechten Boom, befeuert durch zweistellige Wachstumsraten bei den Anmeldungen im Amateurbereich.

Frauen-Hinrunde: Durchwachsenes Jahr für Revier-Clubs

FCR Duisburg in Schlagdistanz

md
26. Dezember 2007, 08:43 Uhr

Mit dem Jahr 2007 enden auch die vielleicht erfolgreichsten zwölf Monate des deutschen Frauenfußballs. Über allem thronte natürlich die Titelverteidigung der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in China, aber auch die Frauen-Bundesliga erlebte einen regelrechten Boom, befeuert durch zweistellige Wachstumsraten bei den Anmeldungen im Amateurbereich.

RevierSport beleuchtet die Hinrunde der Spielzeit 2007/08 aus Sicht des FCR Duisburg, der SG Essen-Schönebeck und der SG Wattenscheid 09, und bilanziert dabei ein sportliches durchwachsenes Halbjahr für die drei Revier-Clubs.

FCR Duisburg
Am erfolgreichsten lief die erste Runde dabei für die Damen des FCR Duisburg. Das Team von Trainer Thomas Obliers belegt in der inoffiziellen Wintermeisterschaft den zweiten Rang hinter den Favoritinnen des 1. FFC Frankfurt. Die Duisburgerinnen haben allerdings zwei Spiele weniger, und könnten, Erfolge in den Nachholpartien vorausgesetzt, sogar am derzeitigen Spitzenreiter vorbeiziehen. Trotzdem gehen die FCR-Mädels mit einem negativen Gefühl in die Weihnachtspause: Im Pokal, wo man sich ebenfalls viel vorgenommen hatte, schied man im Viertelfinale gegen den FC Bayern München aus, und musste den Traum vom Endspiel im Berliner Olympiastadion vorzeitig begraben. Endet die unglaubliche Verletzten-Misere bei der Obliers-Truppe, sind die Aussichten für das Jahr 2008 dennoch bestens.
SG Essen-Schönebeck
Auch wenn das Team von Trainer Ralf Agolli zum Endes des Kalenderjahres auf Rang fünf überwintert, fällt das Fazit über die Hinrunde äußerst durchwachsen aus. Im Pokal schied man früh gegen die favorisierten Damen des Reviernachbarn FCR Duisburg aus, und auch in der Liga kam man zunächst nicht in Schwung. Zwar kassierte die SGS erst eine Niederlage, konnte auf der anderen Seite aber auch nur magere zwei Dreier einfahren. Zu oft, insgesamt stolze sechs Mal, verließ man das Feld mit einer unbefriedigenden Punkteteilung. Das größte Manko bisher ist die mangelhafte Chancenverwertung, hier wird Agolli den Hebel in der Vorbereitung ansetzen müssen. Richtige Unzufriedenheit verspürt man in Schönebeck dennoch nicht. Die Chancen, die Saison 07/08 erfolgreich zu beenden, sind nach wie vor gegeben.
SG Wattenscheid 09
Die Aufsteigerinnen aus Wattenscheid mussten in ihrer ersten Bundesliga-Saison reichlich Lehrgeld zahlen. Mit fünf Punkten liegt man am Tabellenende. Die zwar zur Weihnachtszeit passende, nur leider so gar nicht besinnliche rote Laterne nimmt aber immerhin der Abstiegskonkurrent aus Freiburg mit in die Winterpause. Dass der einzige Saisonerfolg ausgerechnet gegen die relativ starken Damen des FC Bayern München eingefahren werden konnte, gibt Anlass zur Hoffnung, zumal der Abstand zum rettenden Platz zehn nur zwei Punkte beträgt. Die Rechnung ist denkbar einfach: punktet man gegen Saarbrücken und Freiburg dreifach, kann der Klassenerhalt fast schon eingetütet werden.

Bu: Schauen auf eine durchwachsene Hinrunde zurück: Die Fußball-Damen des FCR Duisburg und der SG Essen-Schönebeck.

Autor: md

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