Wenn die Saison jetzt ihre Pforten schließen würde, dann wäre Rot-Weiß Ahlen hauchdünn an Quali-Platz zehn vorbeigeschrammt. Zwei Punkte fehlen momentan zum Glück, aber Trainer Christian Wück bleibt cool:

RW Ahlen: In der Vorbereitung ab in die Loipe

"Zu defensiv? Nein, diese Meinung teile ich nicht!"

Thomas Tartemann
25. Dezember 2007, 08:37 Uhr

Wenn die Saison jetzt ihre Pforten schließen würde, dann wäre Rot-Weiß Ahlen hauchdünn an Quali-Platz zehn vorbeigeschrammt. Zwei Punkte fehlen momentan zum Glück, aber Trainer Christian Wück bleibt cool: "Wir werden bis zum Ende um Platz zehn kämpfen, das war uns von Beginn an klar. Insofern besteht überhaupt kein Anlass zur Panik."

RevierSport unterhielt sich mit dem 34-Jährigen über die Entwicklung seines Teams, Überraschungen in der Liga und allgemeine Trends.
Christian Wück, Ihre Truppe ließ es zum Ausklang noch Mal richtig krachen, holte ein 4:4 in Berlin.
Da sind zwei Abwehrreihen aufeinandergetroffen, die den Namen nicht wirklich verdient hatten. Es war ein interessantes Match. Da uns der Ausgleich in letzter Sekunde gelungen ist, war es für uns wie ein gefühlter Sieg. Mit diesen Eindrücken können wir positiv Richtung Restrunde blicken.
Wie lautet Ihr Halbjahres-Fazit?
Wir haben keine zwei Spiele hintereinander verloren, die Serie hat jetzt ein Jahr gehalten, das ist sicherlich eine gute Entwicklung. Allerdings haben wir auf der anderen Seite auch drei, vier, fünf Punkte liegen lassen, sonst wäre tabellarisch sicherlich mehr möglich gewesen.
Machen Sie sich Sorgen bezüglich der Qualifikation?
Nein, wir werden bis zum Saison-Schluss darum kämpfen, unter die ersten zehn Mannschaften zu kommen. Wir haben alles selbst in der Hand. Jetzt bereiten wir uns ein schönes Weihnachtsfest, am 7. Januar starten wir wieder mit dem Training. Das sind dann unter dem Strich knapp vier freie Wochen, da können alle Spieler etwas auftanken.
In der Vorbereitung soll ein Langlauf-Trainingslager abgehalten werden. Das hört sich für eine Fußball-Mannschaft zunächst Mal ungewöhnlich an. Wie sind Sie darauf gekommen?
Wenn man bedenkt, dass sechs Wochen Vorbereitung ziemlich lang sind, kann etwas Abwechslung nicht verkehrt sein. Für ein Trainingslager im Süden sind wir finanziell nicht in der Lage, also haben wir uns für die winterliche Variante entschieden. Ich habe früher hobbymäßig Langlauf gemacht. Das geht schon ganz schön rein und wird mit Sicherheit auch lustig. Über die Komponente müssen wir schließlich auch kommen.

Kommen wir noch Mal zurück zur Regionalliga Nord: Was hat Sie überrascht?
RW Oberhausen, Kickers Emden und Borussia Dortmund hatte ich ehrlich gesagt nicht so weit oben erwartet. Allerdings zeichnete sich ein Trend beim BVB schon in der vergangenen Serie ab, das ziehen sie jetzt weiter durch. Bei den Borussen scheint es von den Spielern und vom Trainer-Gespann zu passen. Negative Überraschung war sicherlich Braunschweig. Das Potenzial ist zweifellos da, das Selbstvertrauen nicht. Das zeigt wieder einmal: Elf gute Einzelspieler reichen nicht, die Rädchen müssen ineinander greifen.
RWO-Coach Hans-Günter Bruns monierte kürzlich, dass in der Liga zu defensiv gespielt würde. Was meinen Sie?
Diesen Trend, das Spiel darauf auszulegen, eine Niederlage zu vermeiden, kann ich nicht erkennen. Meiner Meinung nach wird keineswegs zu defensiv agiert, deswegen teile ich seine Meinung nicht.

Autor: Thomas Tartemann

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