Zwei Akteure brannten besonders auf ihren Einsatz beim RevierSport-Check: Keeper Tobias Ritz vom Oberligisten Schwarz-Weiß Essen und SSV Buers Mathias Bergmannshoff.
Während Ritz beim ETB derzeit hinter Marcel Johns nur die zweite Wahl für Trainer Frank Kontny darstellt, plagte sich Bergmannshoff in den vergangenen Wochen mit hartnäckigen Kniebeschwerden herum.

Bergmannshoff und Ritz sammeln beim RS-Klamottencheck Spielpraxis

„Befürchtung, dass meine Knochen nicht mitmachen“

24. Dezember 2007, 07:09 Uhr

Zwei Akteure brannten besonders auf ihren Einsatz beim RevierSport-Check: Keeper Tobias Ritz vom Oberligisten Schwarz-Weiß Essen und SSV Buers Mathias Bergmannshoff.
Während Ritz beim ETB derzeit hinter Marcel Johns nur die zweite Wahl für Trainer Frank Kontny darstellt, plagte sich Bergmannshoff in den vergangenen Wochen mit hartnäckigen Kniebeschwerden herum.

„Ich konnte in den letzten zwei Monaten für Buer keine Partie bestreiten, und hatte mir deshalb kurz überlegt, ob ich absagen soll. Aber zum Glück habe ich mitgemacht. Der Test hat unheimlich viel Spaß gemacht“, freute sich der SSV-Kicker darüber, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die wichtigste Erkenntnis dabei: „Vorher hatte ich die Befürchtung, dass meine Knochen die Belastung nicht mitmachen, aber das hat sich als grundlos herausgestellt.“ Und so wirbelte der Mittelfeldmann in alter Form über das Spielfeld und sorgte mit seinem blitzsauberen Heber über den herausstürmenden Ritz für den sportlichen Höhepunkt des Expertentreffs.

Die Laune des ETB-Torhüters konnte er damit aber nicht verderben, Ritz freute sich vielmehr darüber, mal wieder über 90 Minuten im Tor stehen zu dürfen. „Das war ein klasse Gefühl für mich, endlich wieder durch den Strafraum fliegen zu können, besser konnte das Jahr gar nicht ausklingen. Ich hoffe, dass mir die gewonnen Spielpraxis nach der Winterpause zu gute kommt“, bilanzierte der frühere Düsseldorfer dann auch mit einem Augenzwinkern seinen Einsatz beim RevierSport-Check.

Doch nicht nur der sportliche Aspekt stand für den 26-Jährigen im Vordergrund: „Ich finde es super, dass wir Amateurspieler beim RS-Check im Vordergrund stehen und uns ein Forum gegeben wird. Dafür möchte ich mich besonders bei den Ausstattern bedanken, die diesen Test überhaupt erst ermöglicht haben.“

[b]Und hier der erste Teil des Checks:

Keeper-Check[/b]

Der Rolle des Torwarts kommt eine ganz besondere Bedeutung zu. Versagt die Abwehr, ist der Schlussmann bestenfalls der Fels in der Brandung und kann zum Held avancieren. Genauso schnell kann der Keeper aber auch ganz dumm aus der Wäsche schauen, wenn ihm die Kugel durch die Lappen rutscht. Klar, dass die "Linientiger" besonders großen Wert auf ihre Ausrüstung legen, denn diese kann über den Titel "Titan" oder "Depp" entscheiden.

Funktionalität
Unsere beiden Experten Tobias Ritz und Andreas Kossenjans standen noch nicht auf dem Platz, als ihnen bereits der erste Unterschied zwischen den Torhüter-Produkten auffiel. "Die Hose von Derby-Star ist wirklich einzigartig", leuchteten Kossenjans Augen, als er sah, dass die Kniepolsterung auf einen integrierten Seitenschutz für das Gelenk ausgeweitet ist: "Das ist klasse, denn wenn man springt, landet man nun einmal auf der Seite." Ritz zollte der Innovation zwar Lob, befand das Beinkleid von Reusch aber für besser: "Die Protektoren auf die Außenseite zu ziehen ist sensationell, aber die Passform hat mir bei Reusch besser gefallen."

Das wichtigste Werkzeug eines "Schnappers" sind allerdings die Handschuhe. Klar, dass das Duo größten Wert auf diese Produkte legte: "Die Dinger von Nike haben einen perfekten Sitz und einen Monstergrip", war die klare Nummer eins für Kossenjans schnell gefunden: Der "Nike Grip3". Ritz fiel eine klare Abstimmung da schon schwerer: "Uhlsport und Reusch sind ebenfalls sehr gut. Mit den beiden komme ich genauso gut klar", konnte sich der Essener Schwarz-Weiße auch mit der "Serie A III" von Reusch und dem "Absolutgrip Ergonomic Support-Frame X-Change" von Uhlsport anfreunden. Doch auch die Modelle "Stefano" von Dragon, "Leader" von Jako, "v-Konstrukt" von Puma und "APS Titan" von Derbystar schnitten beim Duo gut ab.
Belastbarkeit
"Das Zeug geht gar nicht kaputt", schmunzelt Kossenjans, als er sich die Klamotten von Jacko überstreifte. Denn der Homberger hat Erfahrung mit der Marke, schließlich wird der VfB komplett von Jacko ausgestattet. "Die Klamotten von Dragon sind zwar mit der heißen Nadel gestrickt, dafür aber auch preiswert", hebt Ritz an: "In diesem Punkt ist Derbystar nicht schlecht, denn man kann sie sehr lange tragen."

Optik
Bei diesem Kriterium scheiden sich natürlich die Geister. Das grell-orange Leibchen von Dragon hat Kossenjans besonders gefallen. "Eigentlich stehe ich nicht auf Neon, aber das ist schon klasse." Auch Ritz steht mehr auf gedeckte Töne: "Die müssen nicht besonders auffällig sein. Ich bevorzuge schlichte Modelle. Nike sieht nicht schlecht aus, aber Puma ist richtig stark. Damit kann man sich überall sehen lassen."

Fazit
Während die typischen Torwart-Marken Uhlsport und Reusch vorne liegen, hat in den Augen der Experten besonders Nike aufgeschlossen. "Das ist schon fantastisch wie sich die Konkurrenz-Situation auf die Qualität auswirkt", hat Ritz, der in der Jugend bei Borussia Dortmund von Nike ausgestattet wurde, einen echten Vergleich. Im Preisvergleich sind die Global-Player im Gegensatz zu Puma, Dragon und Jartazi natürlich auch ein Stückchen weiter vorne, aber "Qualität hat nun einmal ihren Preis", stellt Ritz fest.

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