Zum ersten Mal seit dem Spiel gegen den VfL Bochum durfte Christian Wörns wieder in die Anfangsformation.

BVB: Kapitän bewies Charakterstärke und stellte sich

"Unterschreibe ich sofort"

rk
18. Dezember 2007, 09:41 Uhr

Zum ersten Mal seit dem Spiel gegen den VfL Bochum durfte Christian Wörns wieder in die Anfangsformation. "Ich habe in der Mannschaftssitzung erfahren, dass ich spiele." Zum Glück für die Medienvertreter, denn anschließend bewies der Kapitän genug Charakterstärke, sich den Fragen zu stellen. Christian Wörns, wie ist die Niederlage zu erklären? Wir sind fünf Minuten ganz gut ins Spiel gekommen, dann war es aber mit der Herrlichkeit vorbei.

Nach dem schnellen 0:2-Rückstand haben wir nicht genug Druck gemacht, um das Match noch drehen zu können.

Wo liegen die Ursachen?
Auf der einen Seite sicher in dem 0:2 nach elf Minuten, auf der anderen Seite aber auch in den zwei Begegnungen davor. Nach dem klaren Sieg gegen Bielefeld haben sich einige wohl schon zu gut gefühlt und sind nicht bis an die Grenze gegangen.
Das ist doch ein permanentes Problem beim BVB, dass nach guten Leistungen stets der Einbruch kommt.
Diese Aussage unterschreibe ich sofort. Nach zwei Siegen kannst du eigentlich nicht zufrieden sein, wir waren es aber anscheinend. Es hat uns die hundertprozentige Galligkeit gefehlt. Wir hatten zwei Chancen in der ersten Halbzeit, mehr aber auch nicht.

Mit dieser Schmach muss die Mannschaft nun sechs Wochen leben, keine sonderlich rosige Aussicht, oder?
Das haben wir uns doch ganz alleine zuzuschreiben. Wir haben in den letzten Monaten mehrere schwere Phasen durchlaufen. Jetzt hat jeder Zeit, mal selbst in sich zu gehen.
Ist denn der Geist von Stuttgart, als sich die Truppe ohne Trainer zusammengesetzt hat, schon wieder verflogen?
Diese Sache wird einfach zu hoch bewertet. Ich habe schon eine Menge solcher Sitzungen mitgemacht. Es kann nicht immer der Input von innen kommen, jeder Einzelne muss sich selbst einbringen.

Müssen die Borussen in der Winterpause auf dem Transfermarkt nachlegen?
Wir haben in dieser Saison schon viele gute Spiele abgeliefert. Es ist keine Frage der fußballerischen Qualität, sondern eine mentale.
Aber der BVB verfügt doch seit Saisonbeginn mit Jürgen Lohr über einen Mentaltrainer.
Der kann nur beratend zur Seite stehen. Mehr nicht. Alles andere müssen, wie gesagt, die Spieler selbst bringen.

So freut man sich wahrscheinlich noch weniger auf den Indonesien-Trip.

Es ist vielleicht ganz gut, dass wir jetzt weg sind. Dann bekommen wir nicht so viel mit von dem, was jetzt hier passiert.

Autor: rk

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren