Vor gut zwei Wochen hat sich der SV Sodingen von Trainer Michael Pannenbecker getrennt, weil die Zielsetzung des direkten Wiederaufstiegs bei damals 20 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Aplerbeck utopisch geworden ist. RevierSport sprach mit dem Ex-Coach über die neue Situation, seine weiteren Zielsetzungen und wie die Familie mit dem neuen Zeitmanagement Pannenbeckers zurecht kommt.

Sodingen: Modalitäten mit Pannenbecker geklärt

„Bin sehr entspannt im Moment“

kub
18. Dezember 2007, 09:31 Uhr

Vor gut zwei Wochen hat sich der SV Sodingen von Trainer Michael Pannenbecker getrennt, weil die Zielsetzung des direkten Wiederaufstiegs bei damals 20 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Aplerbeck utopisch geworden ist. RevierSport sprach mit dem Ex-Coach über die neue Situation, seine weiteren Zielsetzungen und wie die Familie mit dem neuen Zeitmanagement Pannenbeckers zurecht kommt.

Herr Pannenbecker, wie läuft die fußballfreie Zeit bislang?
Hervorragend. Ich bin wirklich begeistert. Ich schaue mir ganz entspannt Fußball bei meinen Söhnen an und das macht richtig Spaß.

Verfolgen Sie auch Ihre letzte Liga noch?
Nein, dafür war ich auch zu kurz in der Liga, als dass ich die Entwicklung mit großem Interesse verfolgen würde. Klar schaut man auf die Ergebnisse und die Tabellen. Das soll jetzt in keiner Weise arrogant rüberkommen, denn so ist es auch nicht gemeint. Nur habe ich einfach mehr Bezug zur Verbandsliga und zur Oberliga, weil ich da länger aktiv war.

Sind mit Ihrem alten Verein alle Modalitäten geklärt?

Ja, alles ist geklärt und wir haben auch eine – wie ich glaube – vernünftige Lösung gefunden. Wie sich der Verein nach der Trennung verhalten hat, das war definitiv in Ordnung. Ich bin aber auch niemand, der es den Sodingern diesbezüglich schwer machen wollte.

Hat das Telefon schon geklingelt und ein Verein hat angefragt?
In der Tat sind schon lockere Anfragen gekommen. In denen wollten die Betreffenden dann wissen, ob ich mir vorstellen könnte bei dem Verein als Trainer zu arbeiten. Ich habe denen aber bislang gesagt, dass jetzt erst einmal Weihnachten sei und danach werde man sehen. Auf alle Fälle werde ich keinen Schnellschuss mehr landen wie vor der letzten Saison. Ich gehe davon aus, dass in dieser Saison nichts mehr passieren wird. Ich mache stattdessen Privattraining mit meinen Söhnen und hoffe, wenigstens die zum Erfolg führen zu können.

Die Familie freut sich also darüber, dass Sie mehr Zeit haben als vorher?
Das hoffe ich. Ich habe zumindest keine Zeichen erhalten, dass dies nicht so sei. Meine Frau hält es noch mit mir aus und ich glaube sogar, dass sie sich freut, gerade in der Vorweihnachtszeit mit mir beispielsweise Einkaufen fahren zu können.

Sie vermitteln den Eindruck, komplett entspannt, vielleicht sogar ein wenig befreit zu sein. Täuscht das?
Nein, ich bin wirklich entspannt im Moment. In den letzten Wochen war die Situation in Sodingen schon eine besondere. Da war es ja auch vor den vier Niederlagen zum Schluss so, dass im Umfeld des Vereins vieles passiert ist, was meine Arbeit nicht einfach gemacht hat. Daher bin ich jetzt schon erleichtert und kann mich auf Weihnachten mit meiner Familie freuen.

Autor: kub

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