Aufsteiger Hansa Rostock überwintert in der Bundesliga auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Nach drei Niederlagen in Serie feierten die Hanseaten am letzten Hinrundenspieltag im Ostseestadion einen 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den VfL Bochum und verließen die Abstiegsränge. Die Gäste aus dem Revier präsentierten sich dabei erschreckend harmlos.

Bochum präsentiert sich zum Hinrunden-Abschluss desolat

Zdebel: "Vielleicht nicht auf das Wesentliche konzentriert"

sid/RS
16. Dezember 2007, 18:53 Uhr

Aufsteiger Hansa Rostock überwintert in der Bundesliga auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Nach drei Niederlagen in Serie feierten die Hanseaten am letzten Hinrundenspieltag im Ostseestadion einen 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den VfL Bochum und verließen die Abstiegsränge. Die Gäste aus dem Revier präsentierten sich dabei erschreckend harmlos. "Wir haben kaum Zweikämpfe gewonnen und den Fight nicht angenommen", ärgerte sich Zdebel. "Unerklärlich, wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind", schüttelte Christoph Dabrowski nach Spiel den Kopf.

Die Tore erzielten Kai Bülow (7.) und Sebastian Hähnge (43.) jeweils per Kopf. Für die Gäste aus Westdeutschland war es die zweite Niederlage in den vergangenen sechs Spielen, wodurch sie es verpassten, den Vier-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge auszubauen. "Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen. Ich denke, dass war heute der Unterschied", freute sich Hansas Trainer Frank Pagelsdorf.

Hansa agierte vor 15.000 Zuschauern von Beginn an sehr offensiv. Die Umstellung von Trainer Frank Pagelsdorf auf das erfolgreiche Spielmodell aus der Aufstiegssaison mit einer Mittelfeldraute und Zafer Yelen hinter den Spitzen zahlte sich aus. Yelen brachte auch die Ecke herein, die Christian Rahn per Kopf verlängerte und die dann von Bülow zum 1:0 versenkt wurde.

Erneut gefährlich wurde es für VfL-Schlussmann Rene Renno in der 28. Minute, als er erst einen 25-Meter-Freistoß von Tobias Rathgeb zur Ecke klären musste und dann gegen Bülow parierte (29.). Chancenlos war Renno jedoch beim von Dexter Langen an seinem 27. Geburtstag mit viel Einsatz vorbereiteten 2:0 durch Hähnge.

Bochum, das auf die angeschlagenen Marcel Maltritz, Ivo Ilicevic und Oliver Schröder verzichten musste, kam in den ersten 45 Minuten durch Stanislav Sestak (33.) an seinem 25. Geburtstag und Danny Fuchs (42.) zu seinen besten Chancen. Doch Rostocks Torhüter Jörg Hahnel musste beide Male nicht eingreifen.

Der Keeper hatte überraschend den Vorzug vor Stefan Wächter erhalten, der in der Vorwoche beim 0:3 bei Bayer Leverkusen wegen eines Magen-Darm-Virus gefehlt hatte, am Sonntag aber wieder einsatzbereit war. Hahnel hatte im Abschlusstraining im Hansa-Kurztrainingslager in Kühlungsborn den besseren Eindruck hinterlassen. In Stürmer Enrico Kern (Gelbsperre), Regis Dorn (Zerrung) und Kapitän Stefan Beinlich (Knieverletzung) fehlte jedoch ein Trio.

Der überragende Bülow eröffnete auch die zweite Halbzeit mit einer Großchance (48.), fand jedoch seinen Meister in Renno. Hähnge vergab in der 68. und in der 72. Minute zudem gute Möglichkeiten. An der Verteilung der Spielanteile änderte sich in der Folge nichts. Rostock blieb gefährlich, Bochum hatte in der Offensive bis auf einen Lattenschuss von Pavel Drsek (85.) wenig zu bieten.

Autor: sid/RS

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren