Eindeutiger können die Vorzeichen gar nicht sein. Wenn die Gladbacher Borussia am heutigen Sonntag den SC Paderborn empfängt (14 Uhr), zockt der Erste gegen das Schlusslicht oder: der beste Sturm trifft auf den schlechtesten Angriff der Liga.
Während sich die

Gladbach: Quartett hat kein Mitleid mit Paderborn

"Der Reichste gegen den Ärmsten"

tr
15. Dezember 2007, 21:32 Uhr

Eindeutiger können die Vorzeichen gar nicht sein. Wenn die Gladbacher Borussia am heutigen Sonntag den SC Paderborn empfängt (14 Uhr), zockt der Erste gegen das Schlusslicht oder: der beste Sturm trifft auf den schlechtesten Angriff der Liga.
Während sich die "Fohlen" zum großen Sprung zurück in die Eliteklasse bereit machen und seit nunmehr 13 Partien in Folge ungeschlagen sind, plant man in Westfalen bereits für die dritte Liga.

Doch das Duell birgt noch eine ganz besondere Brisanz. Gleich vier Borussen waren vor kurzem noch für den SCP aktiv. Allen voran das Trainer-Gespann Jos Luhukay und Markus Gellhaus, die nun den VfL jubeln lassen. "Es war meine erste Profistation", erinnert sich Luhukay, der den damaligen Aufsteiger in der zweiten Klasse etablierte und aus dem Underdog eine Tormaschinerie formte. Doch diese ist nun in Gladbach. Rob Friend (10 Tore) sowie Oliver Neuville (7) treffen nach Lust und Laune. Und das Angriffs-Duo wird vom ehemaligen Paderborner Marcel Ndjeng "gefüttert".

Der Außenbahn-Motor läuft sich genauso wie Innenverteidiger Roel Brouwers gegen seinen Ex-Club schon einmal warm. "Ich habe dort zwei schöne Jahre verbracht, aber wir werden mit 07 kein Mitleid haben", verspricht der Defensivstratege der ohnehin verunsicherten Abteilung Attacke der Gäste einen unangenehmen Nachmittag.

Während Ndjeng und Brouwers einen ordentlichen Abgang erleben durften, wurde Luhukay unsanft vor die Tür gesetzt. "Aber das Thema will ich nicht mehr aufrollen", winkt der ehemalige Uerdinger ab. "Ich bin jetzt Borusse und freue mich auf den Vergleich."

Doch auch auf der Seite der Gäste brennt ein Mann auf Revanche. Coach Holger Fach, der als Spieler wie auch als Linienchef insgesamt acht Jahre in Mönchengladbach arbeitete. "Aber ich hege keine Rachegelüste", will der Ex-Essener Rot-Weisse nichts von einem besonderen "Kribbeln" wissen und meint mit Blick auf das anstehende Duell: "Es spielt der Reichste gegen den Ärmsten." Eindeutiger können die Vorzeichen gar nicht sein...

Autor: tr

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