Kapitän Daniel Kreutzer hatte es vor gut einer Woche auf den Punkt gebracht: „Wenn wir gegen Augsburg, in Hamburg und im Heimspiel gegen Duisburg nicht gewinnen, müssen wir uns von dem Anspruch verabschieden, ein Spitzenteam zu sein.“ Gegen den Ausruf “Bye, bye DEG, leb’ wohl Titel“, könnte das DEG-Urgestein nun nichts einwenden.

DEG Metro Stars: Saisonziele neu definieren

Zweiter Bruch bei Dietrich

Georg Amend / Markus Terbach
14. Dezember 2007, 16:03 Uhr

Kapitän Daniel Kreutzer hatte es vor gut einer Woche auf den Punkt gebracht: „Wenn wir gegen Augsburg, in Hamburg und im Heimspiel gegen Duisburg nicht gewinnen, müssen wir uns von dem Anspruch verabschieden, ein Spitzenteam zu sein.“ Gegen den Ausruf “Bye, bye DEG, leb’ wohl Titel“, könnte das DEG-Urgestein nun nichts einwenden.

Denn gegen Augsburg wurde erst in der Verlängerung gewonnen, in Hamburg setzte es neben der 1:4-Niederlage etliche Strafen durch eine Massenschlägerei, weshalb gegen Duisburg mit Kreutzer, Charlie Stephens und Darren van Impe drei Akteure fehlten.

Keine Entschuldigung ist das allerdings für die blamable 2:4-Heimpleite gegen das Schlusslicht der Liga. Das Einlauf-Intro, bei dem Bilder und Mottos auf die Eisfläche projiziert werden, ist mit der am vergangenen Sonntag gezeigten und von den Fans mit massiven Unmutsäußerungen kommentierten Leistung endgültig zur Farce geworden. Vom vollmundig verkündeten Gedanken „Ein Team – ein Ziel“, auf den dann der Meisterpokal folgt, müssen sich die Metro Stars trennen.

Über den Titel mag kein Fan mehr reden; längst betreiben die Anhänger schonungslose Ursachenforschung und kommen zu einem klaren Urteil, dem sich auch unabhängige Beobachter nicht verschließen können: Die Mannschaft präsentiert sich nicht als Einheit. Die Hierarchie in der runderneuerten Truppe fehlt. Führungsspieler sind mit Kreutzer, Andy Hedlund und Peter Ratchuk an einer Hand abzuzählen. Die Rolle der Leistungsträger müssen viel zu oft junge Spieler wie Fabio Carciola oder Peter Boon übernehmen.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/257-5340_preview.jpeg Einer der wenigen Leistungsträger bei den Düsseldorfern: Daniel Kreutzer. (RS-Foto: fotopuls)[/imgbox]
So müssen die Saisonziele neu definiert werden, etwa in: „Team werden – Play-offs erreichen“, denn diese Minimal-Etappe, die vor Saisonbeginn nicht einmal ein Thema war, droht verfehlt zu werden, wie Tabellenplatz acht mit nur einem Punkt Vorsprung auf Rang elf belegt. Dabei haben die Düsseldorfer sogar noch zwei Spiele mehr als die direkten Verfolger absolviert. Düstere Zeiten, die für Trainer-Manager Lance Nethery eisig werden können, da er in der Allein-Verantwortung steht, denn das Team wurde fast ausschließlich durch ihn zusammengestellt. Sein Fazit: „Unsere besten Spieler sind nicht gut genug. Wir spielen Über- und Unterzahl nicht gut genug.“ Nach der Niederlage gegen Duisburg wirkte er schon fast ein wenig hilflos.

Zu allem Überfluss bleibt zumindest das Verletzungspech den Metro Stars treu, die nun in Robert Dietrich den Pechvogel der Saison haben. Denn der Verteidiger, der im Vorjahr zum Nationalspieler reifte, brach sich beim Dienstag-Training das „Volkmann-Dreieck“ im linken Bein – nach dem Bruch des rechten Sprunggelenks zu Saisonbeginn die nächste schwere Verletzung des 21-Jährigen. Er wurde bereits im Kaiserswerther Diakonie-Krankenhaus operiert. All das sind keine guten Voraussetzungen, um beim Tabellenvierten Sinupret Ice Tigers bestehen zu können. In Nürnberg verlor die DEG das erste Spiel mit 1:4.

Lesen Sie auf Seite 2: Den RS-Kommentar zur Lage.

Autor: Georg Amend / Markus Terbach

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