Kurz vor der Winterpause kam es beim A-Ligisten DJK Hiltrop-Bergen zum Eklat. Wegen ausstehender Mitgliedsbeiträge drohte der Vereinsvorstand damit, Spieler der ersten Mannschaft mit vereinsinternen Sperren zu belegen. Empört ob dieser Drohung weigerten sich die DJK-Kicker im Heimspiel gegen DJK Armina Bochum anzutreten.

Bochum: Mannschaftsauflösung abgewendet

"Happy End" bei Hiltrop-Bergen

14. Dezember 2007, 12:40 Uhr

Kurz vor der Winterpause kam es beim A-Ligisten DJK Hiltrop-Bergen zum Eklat. Wegen ausstehender Mitgliedsbeiträge drohte der Vereinsvorstand damit, Spieler der ersten Mannschaft mit vereinsinternen Sperren zu belegen. Empört ob dieser Drohung weigerten sich die DJK-Kicker im Heimspiel gegen DJK Armina Bochum anzutreten.

Dirk Brandau, Geschäftsführer der Armina, hatte so etwas bisher auch nicht erlebt und berichtete schockiert: „Wir waren schon umgezogen und warm gelaufen als die Info kam, dass die Hiltroper nicht antreten würden. Das war schon eine traurige Geschichte. Das wünscht man keinem Verein.“

Die Partie wurde mit 2:0 für die Gäste gewertet und der Bruch zwischen Vorstand und Mannschaft schien irreparabel. Alles deutete darauf hin, dass die Mannschaft auch nach der Winterpause nicht mehr antreten würde, was dem Zwangsabstieg in die Kreisliga gleichkommen würde.

Hans Friedel Donschen, Vorsitzender von Hiltrop-Bergen, wich nicht von seiner Meinung ab, „dass die Spieler, als Mitglieder des Vereins, genau so ihre gesellschaftlichen und sozialen Pflichten erfüllen müssen wie alle anderen Mitglieder und dadurch zu Beitragszahlungen verpflichtet sind.“

Letzten Dienstag traf sich die Elf dann zu einer extra anberaumten Sitzung, um dort über das weitere Vorgehen und etwaige Konsequenzen zu debattieren. Der Großteil der Spieler erklärte sich dazu bereit, den Forderungen der Vereinsoberen nachzukommen, und sich somit auf spielerische Weise dem Abstieg in die Kreisliga B entgegenzustellen.

Donschen rechnet zwar damit, dass einige Akteure dem Verein in der Winterpause den Rücken kehren werden, will aber einem Neuanfang nicht im Wege stehen. „Wir sind sehr glücklich, dass es so gekommen ist. Manchmal muss man leider härtere Töne anschlagen, aber die Truppe hat sich die Chance verdient zu zeigen, dass das spielerische Potenzial vorhanden ist, um den Abstieg auf dem Platz zu verhindern und sich nicht kampflos ergibt“

Ein Fragezeichen steht weiterhin hinter der Entscheidung des Traines Ingo Senne, von dem bisher noch keine Stellungnahme vorliegt. Laut Donschen ist aber auch Sennes vorzeitiger Abschied wahrscheinlich.

Um solche Differenzen in Zukunft zu vermeiden, will der Bochumer Verein laut des Vorsitzenden „neue Richtlinien und einen Ehrenkodex einführen, der den Umgang untereinander verbessern soll. Wir sind ein Amateurverein, der den Kickern kein Geld zahlen kann und müssen bei unserem Budget bleiben. Daher ist der Verein auch auf die Mitgliedsbeiträge der Fußballer angewiesen."

Es deutet also alles auf ein unerwartet ruhiges Weihnachtsfest bei der DJK hin, zu dem sich Donschen nur eines wünscht: "Ich will einen stabilen, gesunden Verein. Denn ein stabiler, gesunder Verein ist was Gutes.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren