Da in der Landesliga 3 bislang nur drei Kunstrasenplätze existieren, erleben in der kalten und regnerischen Jahreszeit die Ascheplätze eine Art Renaissance. Beginnend im November werden die Rasenanlagen von den Platzwarten und den Städten immer wieder gesperrt oder von den Referees für unbespielbar erklärt. Insofern finden einige Partien auf dem roten Untergrund statt, den viele Vereine zusätzlich zu ihrem Rasenplatz zur Verfügung haben. ´

Landesliga: Immer wieder Platzsperren zur Winterzeit

Renaissance der guten alten Asche

kub
12. Dezember 2007, 09:03 Uhr

Da in der Landesliga 3 bislang nur drei Kunstrasenplätze existieren, erleben in der kalten und regnerischen Jahreszeit die Ascheplätze eine Art Renaissance. Beginnend im November werden die Rasenanlagen von den Platzwarten und den Städten immer wieder gesperrt oder von den Referees für unbespielbar erklärt. Insofern finden einige Partien auf dem roten Untergrund statt, den viele Vereine zusätzlich zu ihrem Rasenplatz zur Verfügung haben. ´

Nutznießer dieser Tatsache sind teilweise die weniger spielstarken Mannschaften und die Teams, die ohnehin auf Asche antreten.

Dies hat vor allem zwei Gründe. Damit der Rasen für den Spieltag geschont werden kann, finden im Winter sehr viele Trainings auf dem Aschebelag statt. Dies ist im Vergleich zu den Übungseinheiten auf dem grünen Rasen eine enorme Umstellung. „Auf Asche findet ein ganz anderes Spiel statt“, erklärt stellvertretend Mengedes Trainer Mario Plechaty. Auch Hannes Wolf, Spielertrainer bei Spitzenreiter Aplerbeck, ist nicht glücklich darüber, auf einem „Ersatzplatz“ trainieren zu müssen. „Zu den unterschiedlichen Belägen kommt ja auch der Umstand, dass die Jugendmannschaften sowieso auf dem Ascheplatz trainieren. Daher kommt es auch zu räumlichen und zeitlichen Engpässen.“

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Umstand, dass auf einer durchnässten oder angefrorenen Asche die eingeübten Spielzüge der technisch starken Mannschaften weniger gefragt sind als die Kampfkraft der Spieler. „Der Unterschied zwischen den eher spielstarken Mannschaften und den weniger guten technischen Teams wird auf Asche schon verringert“, beschreibt Waltrops Heiko Sulzbacher das Problem. Daher sei es für seine Elf schon ein kleiner Nachteil, wenn sie auf Asche antreten müsse. „Aber letztlich müssen beide auf demselben Untergrund antreten und nur über das Spielerische schlägt man in dieser Liga auch keinen Gegner.“

Völlig unbehelligt von diesen variierenden Bedingungen zeigen sich indes die Mannen vom Evinger Grävingholz, schließlich sind sich alle Trainer einig, dass der Platz von Phönix der schlechteste der Liga ist. „Ich habe immer gesagt, dass dieser Platz für einige Punkte gut ist“, will Coach Andy Müller eine gewisse Freude darüber gar nicht verhehlen.

Autor: kub

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