Heiko Westermann hat Vizemeister Schalke 04 vor der dritten Saisonpleite in der Bundesliga bewahrt. Der Abwehrspieler erzielte beide Treffer zum 2:2 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Dennoch verpassten die Königsblauen, die am Dienstag ihre entscheidende Vorrunden-Partie in der Champions League gegen Rosenborg Trondheim bestreiten, entscheidenden Boden auf die Spitzengruppe gut zu machen.

Westermann rettet Schalke einen Zähler

Keinen Boden gut gemacht

alsa1
08. Dezember 2007, 17:30 Uhr

Heiko Westermann hat Vizemeister Schalke 04 vor der dritten Saisonpleite in der Bundesliga bewahrt. Der Abwehrspieler erzielte beide Treffer zum 2:2 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Dennoch verpassten die Königsblauen, die am Dienstag ihre entscheidende Vorrunden-Partie in der Champions League gegen Rosenborg Trondheim bestreiten, entscheidenden Boden auf die Spitzengruppe gut zu machen.

Bei der Eintracht, die zweimal in Führung gegangen war, verpasste Trainer Friedhelm Funkel seinen 100. Bundesliga-Erfolg als Trainer.
Frankfurt ist damit seit nun sieben Bundesliga-Partien ohne Sieg. Frankfurts Talent Faton Toski (49.) und Ioannis Amanatidis (82. ) hatten die Eintracht zweimal in Führung gebracht. Für den 20-jährigen Toski war es dabei das erste Bundesliga-Tor im dritten Spiel, die Vorarbeit leistete Amanatidis. Schalkes Keeper Manuel Neuer sah bei dem ersten Gegentreffer nicht gut aus. Die Schalker blieben trotz des Punktgewinns den Nachweis einer Spitzenmannschaft einmal mehr schuldig. Auch Jermaine Jones, der bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte von den Frankfurter Fans bei jedem Ballkontakt lautstark ausgepfiffen wurde, konnte kaum Akzente setzen.
Allerdings hätten die Königsblauen in der 17. Minute nach einer doppelten Großchance in Führung gehen müssen. Doch erst scheiterte Halil Altintop am glänzend parierenden Frankfurter Schlussmann Markus Pröll, den Nachschuss von Nationalstürmer Kevin Kuranyi klärte der in die Mannschaft zurückgekehrte Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos. Ohnehin konnte sich Kuranyi gegen den Griechen kaum durchsetzen.
Die Frankfurter, die erneut ohne zahlreiche verletzte Leistungsträger auskommen mussten, überzeugten vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena durch Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit. Die besten Möglichkeiten hatten die Gastgeber vor der Pause nach Distanzschüssen von Marco Russ (22.), Amanatidis (31.) und Michael Fink (44.).
Bei Schalke vertraute Slomka der gleichen Startelf wie beim 1:0 am vergangenen Samstag gegen den VfL Bochum. Bei den ohnehin personell stark gebeutelten Frankfurtern fiel auch noch der an einer Grippe erkrankte Brasilianer Chris aus. Dafür rückte Russ ins defensive Mittelfeld und der zuletzt nicht berücksichtigte Grieche Kyrgiakos wieder in die Innenverteidigung. Dessen Landsmann Amanatidis, der in der vergangenen Woche nach einer Anzeige wegen Körperverletzung in die Schlagzeilen geraten war, bekam von Funkel wie angekündigt das Vertrauen im Sturm geschenkt.
Nach dem Rückstand wurden die Schalker nur kurzfristig etwas stärker. Doch Kuranyi (55.) scheiterte an Pröll, und Mesut Özil (57.) verfehlte mit einem Kopfball das Tor.

Autor: alsa1

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