Der Knallersieg gegen RWE ist noch in frischer Erinnerung, die Beine der RWO-Helden mehr als schwer. Oberhausens Coach Hans-Günter Bruns, der mit einem Magen-Darm-Virus zwei Tage flach lag, betont:

RWO: Auch aktuelle Reservisten haben den Teamspirit

Schwere Beine, ruhiges Programm

cb
08. Dezember 2007, 09:24 Uhr

Der Knallersieg gegen RWE ist noch in frischer Erinnerung, die Beine der RWO-Helden mehr als schwer. Oberhausens Coach Hans-Günter Bruns, der mit einem Magen-Darm-Virus zwei Tage flach lag, betont: "Mir geht es wieder besser, ich habe auch gestern das Training geleitet. Aber die Jungs sind noch richtig platt, daher machen wir die Woche auch ein ganz ruhiges Programm. Der Stamm erhält zudem heute noch einen freien Tag."

Der Rest wird trainieren und damit wären wir auch schon bei dem Teil der Mannschaft, der sich aktuell mit einem Platz in der zweiten Reihe begnügen muss. Bei aller Euphorie gibt es in jedem Kader Akteure, die einen Höhenflug nur mit wenigen Einsatzminuten aktiv begleiten können.

Vor allem Jungs wie Tim Reichert, Timo Uster, Marc Narewsky oder Thomas Tennagels müssen derzeit in den sauren Apfel beißen. Wohlwissend, dass auch die Kicker, die etwas hinten dran sind, für das Wirgefühl ganz wichtige Eckpfeiler sind. Bruns erklärt mit Blick auf die Reservisten: "So ist das nun einmal, in jeder Mannschaft kommt das vor. Man muss aber auch klar sagen: Es gibt bei uns keine Stammplatzgarantien, jeder kann sich nur über ständig gute Leistungen anbieten. Ich weiß, wie schwer das für die ist, die gerade nicht dabei sind. Aber ich weiß, alle haben soviel Teamspirit, um trotzdem eine Elf darzustellen."

Tennagels legt sich fest: "Die Truppe spielt erfolgreich, da muss man nichts ändern, daher kann ich auch keine Ansprüche stellen. Ich kann nichts machen, als auf meine Chance zu warten und dann da zu sein. Ich gebe auf jeden Fall weiter Gas und versuche, mich zu zeigen. Dafür hat man doch einen großen Kader, um gleichwertigen Ersatz in der Hinterhand zu haben."

So sieht das sicher auch Bruns, der berichtet: "Fakt ist, die Elf präsentiert sich seit Wochen klasse, ich habe dabei fast immer auf dieselben 13 Mann gebaut, für eine gewisse Zeit sind die Stellen somit belegt. Schön ist aber, jeder bemüht sich, alle sind voll dabei. Wäre das nicht so, würden die Jungs das aber auch intern regeln." Zumal eine Möglichkeit, in die Startelf zu rutschen, auch nach der Winterpause schnell kommen kann.

Denn dann häufen sich kleinere Blessuren und Sperren. So sind bei RWO aktuell mit Daniel Embers, Marc Narewsky, Jens Robben, Markus Kaya und Tim Kruse gleich fünf Kicker mit vier Gelben Karten vorbelastet. Daher sagt auch der Trainer: "Es kann schnell viel passieren. Dann müssen die Spieler bereit sein." Wie ein Monir Ibrahim, der bei seinen Kurzeinsätzen zeigt, wie man als Einwechsler brennen muss. Bruns: "Monir trainiert auch seit Wochen stark, er hat sich diese Chancen verdient. Generell habe ich 15 oder 16 Mann, die ich alle blind bringen kann."

Autor: cb

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