Speldorf: "Auswärtsschwäche ist Einstellungssache"

Klauß sieht Handlungsbedarf für den personellen Umbruch

tr
08. Dezember 2007, 09:19 Uhr

"Das war unser schlechtester Auftritt", schimpft Michael Klauß. Auch vier Tage nach dem 0:3-Debakel in Bonn kann der Sportliche Leiter des VfB Speldorf den katastrophalen Auftritt der Mannschaft noch richtig einstufen. "Dafür haben wir alle keine Erklärung. Es war aber auf jeden Fall ein Rückschritt in vergessen geglaubte Zeiten."

Dabei sah es vor 14 Tagen noch richtig gut aus. Die Elf von Trainer Stefan Janßen hatte einen Quali-Platz für die neue NRW-Liga ergattert. Doch die beiden Pleiten in Folge haben die Hoffnungen am "Blötter Weg" wieder etwas schrumpfen lassen. "Die Matches bis zur Winterpause müssen wir irgendwie erfolgreich bestreiten", will Klauß nicht erneut als Punktelieferant in Erscheinung treten.

"Man kann es so sehen, dass die Jungs nicht in der Lage sind, mit dem Druck, über dem Strich zu stehen, umzugehen. Dennoch dürfen wir den Abstand nicht zu groß werden lassen."
Denn nach den Weihnachtsferien soll sich in Mülheim das personelle Gesicht des Teams ändern. "Wir haben Handlungsbedarf und in der nächsten Woche wird sich einiges tun", steht Klauß mit zahlreichen potenziellen Neuzugängen schon in Kontakt und schiebt mit geballter Faust nach: "Wir werden alles versuchen, am letzte Spieltag über dem Strich zu stehen."

Damit dieses Vorhaben auch wirklich gelingt, wäre ein Dreier am Sonntag gegen Bergisch Gladbach Gold wert. "Denen geht es wie uns, die können mit der Punkteausbeute auch nicht zufrieden sein", schätzt Klauß die Lage beim Kontrahenten identisch ein, weiß aber auch, dass "bei uns auswärts meistens tote Hose herrscht. Deshalb haben die natürlich einen Vorteil." Warum seine Elf bei den Gegnern ständig die Zähler abliefert, kann sich der Ex-Profi nicht erklären: "Es entzieht sich meiner sportlichen Kenntnis, warum man in der Fremde nichts holt. Größtenteils begleiten uns unsere Fans und wir sind verbal überlegen. Das ist eine reine Einstellungsfrage. Und daran scheint es wohl zu hapern."

Doch dieses Mal muss sie stimmen, denn mit einer erneuten Niederlage würde das angestrebte Ziel schon in schier unerreichbare Ferne rücken. "Über den Stellenwert dieser Partie brauchen wir uns nicht zu unterhalten", fordert Klauß von der Truppe eine deutliche Reaktion.

Autor: tr

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