Frank von Behren surft im Internet, Oliver Roggisch genießt einen doppelten Espresso und Heiner Brand stellt sich den Fragen der Presse – beim Blick auf die Lobby des SportHotels Kaiserau wird schnell deutlich: Die deutschen Handballer geben sich nicht nur locker und aufgeschlossen, die sind es wirklich. Die gute Laune gerät nur durch eine

DHB: Gute Laune im Gepäck nach Schweden

Brand: "Gibt keinen Grund überheblich zu werden"

gri
06. Dezember 2007, 16:50 Uhr

Frank von Behren surft im Internet, Oliver Roggisch genießt einen doppelten Espresso und Heiner Brand stellt sich den Fragen der Presse – beim Blick auf die Lobby des SportHotels Kaiserau wird schnell deutlich: Die deutschen Handballer geben sich nicht nur locker und aufgeschlossen, die sind es wirklich. Die gute Laune gerät nur durch eine "Hiobs-Botschaft" von Brand in Gefahr. "Jogi, Mittagessen gibt es erst um eins", ruft er Torwart Johannes Bitter zu, der sich gerade auf den Weg in Richtung Speisesaal machen will.

Der Keeper blickt kurz auf, macht auf dem Absatz kehrt und geht murmelnd in Richtung seines Zimmers zurück.

Derweil ist Brand in Gedanken schon längst wieder bei anderen Themen, schließlich rückt die EM in Norwegen (17. bis 27. Januar) immer näher. "Es gibt keinen Grund überheblich zu werden", will der Bundestrainer das Groß-Ereignis nicht nur als Zwischenstation nach Peking verstanden wissen. Sein Zusatz: "Die Jungs kämpfen auch um die Olympia-Fahrkarten, daher wird sich niemand eine Blöße geben wollen."

Mit dieser Marschroute im Gepäck reist die DHB-Auswahl am heutigen Donnerstag von Dortmund nach Schweden, wo am Freitag (20 Uhr, Skövde) und Sonntag (15.30 Uhr, Halmstad) zwei Freundschaftsspiele gegen die "Tre Kronor"-Auswahl anstehen. Es werden die letzten Tests des Jahres sein, bis zur EM stehen jeweils nur noch zwei Partien gegen Montenegro und Dänemark an.

Und mit ihnen steigt auch der Druck in der Öffentlichkeit, wie Brand feststellt: "Als amtierender Weltmeister wird man automatisch zu den Favoriten gezählt, das lässt sich nicht vermeiden. Wir können gut damit leben." Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist der beste Beweis für die These des Trainers.

Autor: gri

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