Einen ganz schwachen Auftritt ihrer Elf mussten rund 150 Zuschauer bei der 1:2-Heimniederlage des SSV Südfeldmark gegen BV Brambauer 13 miterleben. Bereits nach zwanzig Minuten hätte der Gast aus Lünen deutlich in Führung liegen müssen, aber weder der bewegliche und technisch starke Fatballah Boufeljat (8.), Sturmpartner Thorsten Nitzsche eine Minute später, noch Ivo Banaszynski (15.) konnten ihre Einschussmöglichkeiten nutzen. Dennoch, am Ende entführten die Gäste auch so verdient drei Punkte aus Bochum. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Landesliga 3: Brambauer erklimmt die Tabellenspitze

SSV Südfeldmark wie ein Absteiger

01. Oktober 2006, 22:11 Uhr

Einen ganz schwachen Auftritt ihrer Elf mussten rund 150 Zuschauer bei der 1:2-Heimniederlage des SSV Südfeldmark gegen BV Brambauer 13 miterleben. Bereits nach zwanzig Minuten hätte der Gast aus Lünen deutlich in Führung liegen müssen, aber weder der bewegliche und technisch starke Fatballah Boufeljat (8.), Sturmpartner Thorsten Nitzsche eine Minute später, noch Ivo Banaszynski (15.) konnten ihre Einschussmöglichkeiten nutzen. Dennoch, am Ende entführten die Gäste auch so verdient drei Punkte aus Bochum. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Aufgeweckt wurden die Zuschauer von einem nach den ersten Chancen dahinplätschernden Spiel erst durch die überraschende 1:0-Führung für die Gastgeber (30.), bei der die Lambertz-Elf allerdings die tatkräftige Unterstützung der Brambauer benötigte. Völlig unbedrängt spielte Gäste-Libero Robert Podeschwa einen katastrophalen Querpass im Mittelfeld, den SSV-Spielmacher Jörg Schmidt locker erlaufen konnte und anschließend kaltschnäuzig am herausstürmenden BVB-Keeper vorbei ins lange Eck schob.

Das war es allerdings dann auch mit der Offensiv-Herrlichkeit der Hausherren. Anschließend übernahmen wieder die Gäste das Geschehen, blieben vor dem Tor aber zu harmlos, so dass es mit dem schmeichelhaften 1:0 für den SSV in die Halbzeit ging.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_100.jpg Eine Szene mit Symbolcharakter: SW Südfeldmark am Boden. Dem Klub droht nicht erst nach dem 1:2 gegen Brambauer in diesem Jahr mehr denn je der Abstieg. Foto: revierkick.de[/imgbox]

Wer gehofft hatte, dass die Partie nach der Halbzeit mehr Fahrt aufnehmen würde, sah sich leider getäuscht. Die einzige nennenswerte Aktion brachte den verdienten Ausgleich für den BVB. Fatballah Boufeljat hatte wieder einmal seinen Gegenspieler ausgetanzt und anschließend eine präzise Flanke auf den in der Halbzeitpause eingewechselten Bülent Kirgagne geschlagen. Der konnte den Ball etwa acht Meter vor dem Tor in Ruhe annehmen und zum 1:1 in die Maschen setzen (53.).

Danach herrschte wieder das gewohnte Bild. Beide Mannschaften überboten sich beim Produzieren von Fehlpässen, so dass kein Spielfluss mehr zustande kam. Hoffnung keimte dann noch einmal bei den Hausherren auf, als der Referee dem Brambauer Abwehrspieler Christopher Sprick mit "Gelb-Rot" vom Platz stellte (68.). Aber auch die zahlenmäßige Überlegenheit konnten die Gastgeber nicht nutzen. Im Gegenteil, die Elf von der Dickebankstraße schien nun nur noch gehemmter. „Die Mannschaft hat nach dem Platzverweis einfach aufgehört Fußball zu spielen“, analysierte der resignierte SSV-Trainer Rolf Lambertz (Foto) anschließend treffsicher.

Die Ordnung war nun völlig dahin, im Mittelfeld wurden die Bälle leichtfertig vergeben und so kam es wie es kommen musste. Durch die Nachlässigkeiten des SSV kam der Gast immer wieder zu gefährlichen Situationen. Eine davon brachte dann durch Michael Harning die 2:1-Entscheidung zu Gunsten des BVB (85.)

Trocken kommentierte Brambauers Sportlicher Leiter Dankwart Ruthenbeck den Auftritt seiner Mannschaft: „Es gibt Leute, die sagen, wenn man solche Spiele gewinnt, wird man Meister – Aber bestimmt nicht mit einer derartigen Leistung.“

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