Drei Tore erzielte Marcelo Bordon in der vergangenen Saison, es waren allesamt Kopfbälle. Am Samstag war ihm der zweite Treffer in der laufenden Serie vergönnt und es scheint so, als ob sich der 31-Jährige auf Einschüsse in Revierderbys spezialisiert hätte. Auch beim 4:1 gegen Dortmund hatte Bordon eingelocht, wieder verlief nun die Szene nach Schema F. Ecke, Bordon wuchtig mit dem Schädel, drin!

Bordon im Glück: "Es sollte mein Tag werden"

"Solche Spiele gewinnt nur der Kapitän!"

hb
04. Dezember 2007, 18:28 Uhr

Drei Tore erzielte Marcelo Bordon in der vergangenen Saison, es waren allesamt Kopfbälle. Am Samstag war ihm der zweite Treffer in der laufenden Serie vergönnt und es scheint so, als ob sich der 31-Jährige auf Einschüsse in Revierderbys spezialisiert hätte. Auch beim 4:1 gegen Dortmund hatte Bordon eingelocht, wieder verlief nun die Szene nach Schema F. Ecke, Bordon wuchtig mit dem Schädel, drin!

"Jeder hat gesehen, mit welchem Willen er das Tor macht. Mit was für einer Wucht und Dynamik er in die Zweikämpfe gegangen ist, das war ganz stark", schnalzte Trainer Mirko Slomka nach dem 1:0 gegen Bochum mit der Zunge und stellte fest: "Solche Spiele gewinnt nur der Kapitän!"

Es war nicht allein der Glücksmoment in der 32. Minute, der die Leistung des Schalker Abwehrchefs so besonders machte. "Die Bochumer haben in den vergangenen drei Spielen zehn Tore gemacht, deshalb bin ich froh, dass Marcelo und die anderen Deckungsspieler hinten alles dicht gemacht haben", lobte der Coach auch die Abwehrkünste Bordons.

Der selbst fand das ganz selbstverständlich, zumindest den dreckigen Teil der Arbeit. "Ich bin der Meinung, dass in unserer momentanen Situation die drei Punkte wichtig sind, nur die Ergebnisse zählen", hatte Bordon auf der einen Seite zwar Verständnis für den Unmut der Fans wegen der fehlenden spielerischen Klasse der Mannschaft. "Die Zuschauer haben Recht, sie kommen hier hin und wollen ein schönes Spiel sehen", gab er zu bedenken. "Das Publikum hat uns auch schon oft geholfen und darf auch einmal einen schlechten Tag haben.

Vielleicht hatten die keinen Bock mehr, kamen die Pfiffe wegen der fehlenden Tore, denn wir hatten ja wieder gute Chancen", hätte auch er sich gewünscht, dass die Partie gegen den Reviernachbarn früher entschieden gewesen wäre. "Ich glaube, dass die Zuschauer trotzdem mit dem Ergebnis zufrieden sind. Denn ein gutes Spiel siehst du nicht in der Tabelle, drei Punkte jedoch schon!"

Nicht ganz so selbstverständlich nahm Bordon zur Kenntnis, dass er vorne für den Dreier verantwortlich war. Schließlich betonen die S04-Verantwortlichen immer wieder, dass der Kader mit fünf guten Angreifern gespickt sei, doch gestern waren Kevin Kuranyi und Halil Altintop Ausfälle. Von den eingewechselten Offensiven war Gerald Asamoah zwar auffälliger als der einmal mehr neben sich herlaufende Peter Lövenkrands, doch vor dem gegnerischen Kasten zeigten die "Joker" die gleichen Schwächen wie die momentan gesetzte Doppelspitze.

"Ich bin zuversichtlich, dass unsere Stürmer die Chancen bald wieder nutzen werden, vielleicht machen sie dann gleich drei oder vier Tore", mutmaßte Bordon, um festzustellen: "Es kann aber sein, dass diesmal nur ich ein Tor schießen und dies mein Tag werden sollte."

Autor: hb

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