Bezirksliga 8 Niederrhein: Preußen gewinnen Duisburger Derby

Am Ende wurde es noch einmal hektisch

hg
01. Oktober 2006, 20:30 Uhr

Äußerst nickelig präsentierte sich das Duisburger Derby in der Bezirksliga 8 Niederrhein. Am Ende stand zwar nur ein Treffer, aber neun gelbe Karten und ein Platzverweis zu Buche. Das glücklichere Ende hatten dabei die Gastgeber für sich, die sich mit 1:0 durchsetzten und an den Bruckhausenern in der Tabelle vorbeizogen.

Die Gäste aus dem Duisburger Norden wollten an die gute Leistung vom letzten Wochenende gegen Lirich anknüpfen. Entsprechend stürmisch begann die Elf von Trainer Ilyas Basol, der auf den rotgesperrten Erkan Aydin verzichten musste. Adem Günes, der Spielführer des TSV, gab in der dritten Minute den ersten Warnschuss ab, doch der Ball flog knapp über das Gehäuse.

Danach ging es temporeich weiter und auch die Platzherren kamen vor das Tor von Donald Islami. Doch im Abschluss waren die Preußen nicht wirklich gefährlich. Es entwickelte sich eine temporeiche Partie, die in den ersten 30 Minuten die Bruckhausener Gäste leicht dominierten. Das Spiel war bei immer wieder einsetzendem Regen allerdings von vielen kleinen Fouls geprägt, so dass es zu diversen Spielunterbrechungen kam. Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen sorgten nicht nur bei Spielern für Unruhe, sondern auch von den Rängen waren teils deutliche Unmutsäußerungen zu vernehmen.

Erst kurz vor dem Pausenpfiff nahm die Partie dann noch einmal an Fahrt auf. Gästekeeper Donald Islami konnte sich noch einmal auszeichnen, als er einen Schuss von David Steindor entschärfte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verstärkte Gäste-Coach Basol durch die Einwechslungen von Gökhan Peticek und Yüksel Özkaya die Offensive, doch das Tor schossen die Platzherren. Andy Lausberg traf in der 47. Minute nach einer Flanke freistehend zum 1:0.

Nun entwickelte sich eine offene und ausgeglichene Partie. Die Gäste drängten, konnten sich jedoch keine zwingenden Torchancen mehr erspielen. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal hektisch, so dass sich der Schiedsrichter gezwungen sah, in den letzten sechs Minuten noch vier gelbe Karten zu verteilen. Preußen-Spieler Steindor wurde wegen angeblichen Zeitspiels sogar mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Doch am Ende half den Gästen auch dieser Umstand nichts mehr. Die Abwehr der Hausherren war bis zum Schlusspfiff nicht mehr zu knacken.

Oliver Wolters, Co-Trainer des TSV, war nach Spielende sichtlich enttäuscht: "Der Schiedsrichter hatte das Spiel nicht unter Kontrolle. In der ersten Hälfte waren wir besser, die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Wir hätten mehr verdient gehabt." Stefan Klaß, Coach des Gastgebers, zeigte sich nach dem Erfolg natürlich erfreut: "Wir haben mehr investiert und insgesamt verdient gewonnen."

Autor: hg

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