Die Turngemeinde Essen-West versetzt den Aufstiegshoffnungen des FC Kray einen herben Dämpfer. Mit einem, auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Erfolg fertigte die Elf von der Haedenkampstraße vor über 300 Zuschauern den Meisterschaftskandidaten ab und klettert nach dem dritten Sieg in Folge auf Tabellenplatz fünf. Kray enttäuschte auf der ganzen Linie und ist in dieser Form keine ernsthafte Konkurrenz für Radevormwald, die durch den Erfolg über Schonnebeck wieder auf drei Punkte davon ziehen konnten. [i]Ein Ortstermin[/i]

Landesliga 1 Niederrhein: Tgd Essen-West fertigt Kray mit 4:1 ab

„Pomadenscheiße“

Aaron Knopp
01. Oktober 2006, 21:15 Uhr

Die Turngemeinde Essen-West versetzt den Aufstiegshoffnungen des FC Kray einen herben Dämpfer. Mit einem, auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Erfolg fertigte die Elf von der Haedenkampstraße vor über 300 Zuschauern den Meisterschaftskandidaten ab und klettert nach dem dritten Sieg in Folge auf Tabellenplatz fünf. Kray enttäuschte auf der ganzen Linie und ist in dieser Form keine ernsthafte Konkurrenz für Radevormwald, die durch den Erfolg über Schonnebeck wieder auf drei Punkte davon ziehen konnten. [i]Ein Ortstermin[/i]

„Oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön“, skandierten die Kicker der Turngemeinde nach Abfiff in ihrer Kabine und zwangen Krays Trainer Wolfgang Priester (Foto), die Stimme etwas zu heben. Der kommentierte gerade mit überraschend ruhiger Stimme gegenüber der Presse das Spiel seiner Truppe. Die Stimme zu heben war auch nicht nötig - seine Analyse fiel auch so unmissverständlich aus: „Pomadenscheiße“ lautete die drastische Beurteilung des Auftritts seiner Truppe.

Tatsächlich ließ sich der Vorstellung des Tabellenzweiten wenig Positives abgewinnen. Die Hausherren zeigten sich vor allem in puncto Einsatzwillen und Leidenschaft klar überlegen und ließen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran aufkommen, dass auch im dritten Aufeinandertreffen in Folge für die Gäste nichts zu holen sein würde.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_98.jpg Immer fest im Griff: Der FC Kray (blaue Trikots) war im Derby ohne Chance. Gäste-Trainer Wolfgang Priester wurde in seiner Analyse deutlich: "Die Leistung war eine Unverschämtheit." Foto: Aaron Knopp, revierkick.de[/imgbox]

Vom Anpfiff weg entwickelte sich das Derby zu einem hochklassigen und attraktiven Landesliga-Spiel. Die erste große Torchance in der 13. Minute brachte dabei bereits die frühe Führung für die Turngemeinde. Dennis Prangenberg setzte sich am rechten Flügel durch und flankte mustergültig auf Cemal Kelle, der nicht lange fackelte und mit Saisontreffer Nummer sieben das 1:0 markierte.

Die Gäste zeigten sich in Folge etwas verunsichert und ließen sich mehr und mehr zurückdrängen, so dass sich folgerichtig weitere Gelegenheiten für die Tgd. ergaben (19./20.) Auf der Gegenseite besaß Mohamad Husein die größte Chance, heraus kam jedoch lediglich eine harmlose Flanke, die hinter dem Tor landete – es wollte so recht nichts zusammenlaufen beim FCK.

Besser lief es für Essen-West: Im direkten Gegenzug trat erneut Dennis Prangenberg in Aktion und bewies, dass er nicht nur vorbereiten, sondern auch selbst Torgefahr entwickeln kann. Er profitierte dabei von der Vorlage von Tgd-Stürmer Cem Bicakcioglu und schob aus kurzer Distanz zum 2:0 ein.

Anders als nach Gegentreffer Nummer eins schien der Treffer den FC Kray jedoch aufgeweckt zu haben. Zumindest präsentierte sich die Priester/Lucas-Elf in den verbleibenden Spielminuten der ersten Hälfte mit frischem Wind und kämpfte sich zurück in die Partie. Kapitän Tino Stöhr vergab jedoch vorerst die Gelegenheit zum Anschluss und verzog aus 16 Metern (29.).

Rund zehn Minuten dauert es, bis dem FC Kray durch Tolga Acar der Anschlusstreffer gelang, der eine Ablage von Björn Matzel verwertete zum 2:1 verwertete. Der FC Kray schnürte die Gastgeber nun regelrecht hinten ein und drückte, ohne Erfolg, bis zum Pausenpiff auf den Ausgleich.

Autor: Aaron Knopp

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