Eigentlich sollte der vergangene Samstag ein Festtag für die zuletzt so gebeutelten TSG-Anhänger werden. Die SG Wattenscheid, Tabellenführer der Verbandsliga Westfalen II hatte sich zum Westfalenpokal-Match angemeldet, spielte in den Köpfen der Verantwortlichen aber eine eher untergeordnete Rolle. Man war schon einen Schritt, genauer gesagt eine Runde, weiter. Dort hätten nämlich die Preußen aus Münster auf Sprockhövel gewartet und dem notorisch klammen Verein ein dickes Plus in der Kasse beschert.

Sprockhövel: Enttäuschung nach Pokal-Aus groß

Alte Schwächen, alte Sorgen

md
01. Dezember 2007, 08:55 Uhr

Eigentlich sollte der vergangene Samstag ein Festtag für die zuletzt so gebeutelten TSG-Anhänger werden. Die SG Wattenscheid, Tabellenführer der Verbandsliga Westfalen II hatte sich zum Westfalenpokal-Match angemeldet, spielte in den Köpfen der Verantwortlichen aber eine eher untergeordnete Rolle. Man war schon einen Schritt, genauer gesagt eine Runde, weiter. Dort hätten nämlich die Preußen aus Münster auf Sprockhövel gewartet und dem notorisch klammen Verein ein dickes Plus in der Kasse beschert.

Doch es kam alles anders. Die SGW, angeführt vom überragenden Dimitrios Ropkas, überrollte die Gastgeber regelrecht und machte eins ganz deutlich: In dieser Form ist in der Oberliga kein Platz für die TSG.

Entsprechend geknickt war Coach Robert Wasilewski: „Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten unbedingt in die nächste Runde einziehen. Aber wir haben unsere alten Schwächen gezeigt, die uns schon über die gesamte Spielzeit begleiten.“ Und in der Tat, ein Aufbäumen war nicht zu erkennen. Die Bereitschaft, Zweikämpfe anzunehmen und dagegenzuhalten, ging dem Team völlig ab. So gewinnt man auch gegen eine klassentiefere Mannschaft nicht.

Die Partie bedeutete nach der deutlichen Niederlage gegen die Schalker Zweitvertretung schon den zweiten herben Rückschlag für den 37-Jährigen, der seine Truppe eigentlich auf einem guten Weg sah: „Wir haben uns über fünf, sechs Wochen kontinuierlich gesteigert und endlich auch gepunktet. Jetzt haben wir wieder riesige Schritte nach hinten gemacht. Ich bin richtig enttäuscht.“

Die Schwachstelle seines Teams hat der frühere Offensive schon länger ausgemacht, allein an der Lösung hapert es: „Uns fehlt ein richtiger Reißer, der die Ärmel hochkrempelt und die Jungs mitnimmt, wenn es mal nicht so läuft. In unserem Kader ist keiner da, der diese Aufgabe übernehmen kann. Die Position müssten wir dringend besetzen.“ Und genau da liegt das Problem, es fehlt an den entsprechenden Mitteln, einen solchen Kicker zu verpflichten. „Ich habe bereits mit dem Vorstand gesprochen, aber durch das Aus gegen Wattenscheid fehlt uns natürlich der eine oder andere Euro, mit dem wir schon gerechnet hatten. Jetzt müssen wir in der Winterpause sehen, welchen Weg wir weitergehen.“

Bis dahin hat die Wasilewski-Truppe noch zwei schwere Spiele vor der Brust. Das erste davon bereits am Freitag beim direkten Konkurrenten in Lippstadt. Fährt die TSG dort erneut keinen Dreier ein, müsste der Weihnachtsmann schon große Geschenke liefern, um die Klasse noch zu erhalten.

Autor: md

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