Eine ähnliche Historie wie die des BV Altenessen können nur wenige Essener Vereine vorweisen. Selbst an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft haben die Nordstädter schon teilgenommen. Doch das ist lange her. Die Gegenwart heißt Kreisliga B - und nach den Kraftanstrengungen vergangener Jahre droht der Klub auch in dieser Saison wieder am heiß ersehnten Aufstieg zu scheitern. Am kommenden Sonntag könnten gegen die Ballfreunde Bergeborbeck bereits alle Aufstiegsträume platzen.

Essen NW Kreisliga B 2: BV Altenessen will letzte Chance nutzen

"Anfangs dachte ich, ich käme zu einer Kneipentruppe"

Aaron Knopp
30. November 2007, 19:03 Uhr

Eine ähnliche Historie wie die des BV Altenessen können nur wenige Essener Vereine vorweisen. Selbst an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft haben die Nordstädter schon teilgenommen. Doch das ist lange her. Die Gegenwart heißt Kreisliga B - und nach den Kraftanstrengungen vergangener Jahre droht der Klub auch in dieser Saison wieder am heiß ersehnten Aufstieg zu scheitern. Am kommenden Sonntag könnten gegen die Ballfreunde Bergeborbeck bereits alle Aufstiegsträume platzen.

Dass einige Spieler daher bereits Abwanderungsgedanken hegen, bestreitet Manfred Birkenkamp, der gemeinsam mit Wolfgang Schikyr die Mannschaft trainiert. "Davon weiß ich nichts." Völlig bewusst ist sich der Coach hingegen der Drucksituation, mit der seine Truppe am kommenden Sonntag gegen den Spitzenreiter umgehen muss. "Es ist eigentlich unsere letzte Chance", nickt Birkenkamp. Angesichts von sieben Zählern Rückstand auf das Spitzenduo Bergeborbeck und NK Croatia, wäre der Aufstiegszug bei einer Niederlage praktisch abgefahren - einmal mehr ohne den BVA.

Doch Birkenkamp geht zuversichtlich in die Partie: "Wenn die Mannschaft lange die Null hält, haben wir eine Chance. Man hat in der zweiten Hälfte gegen Croatia gesehen, dass wir mit den Spitzenteams mithalten können." Überhaupt attestiert der Übungsleiter seinen Jungs eine deutlich positive Entwicklung.

"Anfangs dachte ich, ich käme zu einer Kneipentruppe. Wer unsere ersten Partien beim Kröger-Cup gesehen hat - da hat man ja Kopfschmerzen vom Zusehen bekommen." Doch auch hinter den Kulissen haperte es zu Beginn. "Als ich kam, ging es hier drunter und drüber." Seitdem hat sich jedoch eine Menge getan. "Am Anfang haben wir uns fast jeden Tag getroffen", erinnert sich die eine Trainerhälfte an den Beginn der Zusammenarbeit mit Schikyr. "Mittlerweile spielen wir viel weniger statisch, wozu auch die Zugänge aus der A-Jugend beitragen." Drei Nachwuchskicker schafften den Sprung zu den Senioren und machten sich schnell als belebendes spielerisches Element bezahlt.

Ob das jedoch für den Spitzenreiter reicht? Sollte gegen das Top-Team der Liga die kleine Sensation gelingen und tatsächlich ein "Dreier" eingefahren werden, darf sogar wieder geträumt werden. Realistisch betrachtet muss man sich am Kaiserpark aber wohl auf ein weiteres Jahr in der ungeliebten Spielklasse einrichten. "Dann muss aber eine Perspektive her", stellt Birkenkamp klar. Soll heißen: Spieler müssen gebunden und neue Kicker hinzugewonnen werden. "Das geht ja jetzt in der Winterpause schon los. Andernfalls müsste ich mir überlegen, ob ich nach der Saison noch weitermache."

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren