Während Mike Rietpietsch (drei Spiele Sperre) und André Wiwerink (Patellasehnenprobleme) in Lübeck fehlen werden, beißt Sven Lintjens weiter auf die Zähne. Vor dem Magdeburg-Match zog er sich einen leichten Bandscheibenvorfall zu, ergriff nach anhaltenden Problemen selbst die Initiative und ließ sich im renommierten Bochumer Grönemeyer-Institut behandeln.

WSV: Lintjens' Buch-Vergleich für Erfolgs-Story

"Einiges schwer nachvollziehbar"

gri
30. November 2007, 09:37 Uhr

Während Mike Rietpietsch (drei Spiele Sperre) und André Wiwerink (Patellasehnenprobleme) in Lübeck fehlen werden, beißt Sven Lintjens weiter auf die Zähne. Vor dem Magdeburg-Match zog er sich einen leichten Bandscheibenvorfall zu, ergriff nach anhaltenden Problemen selbst die Initiative und ließ sich im renommierten Bochumer Grönemeyer-Institut behandeln.

Der Mann brennt ganz offensichtlich auf den Erfolg, auch wenn die Euphorie der ersten Monate verflogen ist. "Wenn ich sagen würde, das alles klasse ist, würde ich mich lächerlich machen", formuliert der Mittelfeld-Allrounder. Sein Zusatz: "Wir sollten jetzt die Köpfe frei bekommen, um die letzten Spiele bis zur Winterpause ordentlich zu punkten."

Was danach kommt, kann der 31-Jährige noch nicht abschätzen. "Dann ist Weihnachten, das Fest der Besinnlichkeit. Ich werde mir Gedanken über das letzte halbe Jahr machen, weil für mich einiges schwer nachvollziehbar war. Wir hatten Erfolg und trotzdem gab es Unruhe im Verein", bemerkt der Ex-Mönchengladbacher und führt aus: "Das ist, als wenn man ein super Buch schreibt und dann die Seiten rausreißt. Da fragt man sich irgendwann, ob man weiterschreibt oder den Deckel zuklappt."

Dabei wünscht sich der Harmonie-Mensch doch nur eines: "Wir sollten wieder Ruhe reinbekommen, ich bin doch eigentlich auch gerne in Wuppertal." Ähnlich sieht es Manager Georg Kreß, der betont: "Wir bauen auf Sven, er ist ein begnadeter Kicker. Es gab Sachen, die nicht gut waren, aber er weiß, was er an uns hat." gri

WSV: Gegner-Vorschau VfB Lübeck Fuchs braucht neuen Slogan

Unter der Web-Adresse www.uwefuchs.de warb Lübecks neuer Trainer jahrelang mit dem Slogan "Uwe Fuchs macht Menschen erfolgreich". Zuletzt traf das allerdings meistens auf die gegnerischen Teams zu, so dass der Coach die Seite mittlerweile aus dem Netz nahm. Und das durchaus berechtigt, denn von Erfolg ist an der "Lohmühle" derzeit nun wirklich keine Rede. Seit seinem Amtsantritt sammelte Fuchs in vier Spielen nicht einen einzigen Zähler ein. Der Sturz auf Rang 17 war die Folge, der Rückstand auf den Qualifikations-Platz zehn beträgt bereits elf Punkte. Verständlich, dass die Schleswig-Holsteiner mittlerweile nervös werden.

Das spiegelt sich auch in den jüngsten Personalien wider: Angreifer Dustin Heun weigerte sich, am Wochenende für die Oberliga-Reserve aufzulaufen und nahm die folgende Abmahnung äußerst gelassen hin. Ganz anders die Gemütslage von Fuchs, der zuletzt vehement mit den Unparteiischen im Clinch lag. Dabei sollen nicht nur Worte geflogen sein.

Es könnte schon früh unangenehm für Fuchs werden, falls ausgerechnet gegen seinen Ex-Club keine Trendwende vollzogen werden sollte. Neue Kräfte werden aktuell aber nur im Spieler-Bereich gehandelt: Derzeit stellen sich der Ex-Dortmunder Torsten Horz und der frühere Augsburger Marco Löring im Training vor.

Autor: gri

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