Als noch eine Minute in der Berg Fidel-Halle zu spielen war, stand Marcus Hock von seinem Platz auf der Bank auf und stimmte fröhlich in das rhythmische Geklatsche der 3.000 Zuschauer ein. Nach kurzem Blickkontakt zu seinen Teamkollegen huschte auch bei Dirk Hartmann ein zufriedenes Lächeln über das Gesicht.

Hamm – THW Kiel 33:39 (17:20) / Viele Komplimente

„Werbung für den ASV“

29. November 2007, 21:14 Uhr

Als noch eine Minute in der Berg Fidel-Halle zu spielen war, stand Marcus Hock von seinem Platz auf der Bank auf und stimmte fröhlich in das rhythmische Geklatsche der 3.000 Zuschauer ein. Nach kurzem Blickkontakt zu seinen Teamkollegen huschte auch bei Dirk Hartmann ein zufriedenes Lächeln über das Gesicht.

Zwar stand es zu diesem Zeitpunkt des DHB-Achtelfinalspiels zwischen dem ASV und dem THW Kiel 33:38 für die Gäste, doch die Hammer haben sich gegen die „weltbeste Vereinsmannschaft“ (Kay Rothenpieler) mehr als achtbar aus der Affäre gezogen. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, sagte Sebastian Schneider stellvertretend für alle Hammer Handballfreunde.

Letztlich war der Erfolg des THW nie ernsthaft in Gefahr, doch die Hammer konnten den Favoriten durchaus ärgern und ließen die Star-Truppe von Noka Serdarusic bis drei Minuten vor dem Ende selten weiter als drei, vier Tore davonziehen. Über weite Strecken der ersten Hälfte lagen sie gar in Führung. Entsprechend verärgert war der Kieler Coach: „Ein solches Spiel habe ich nicht erwartet.“ Auch Nationalspieler Christian Zeitz war unzufrieden: „Wir wollten definitiv höher gewinnen, die Hammer waren schon stark.“

Diese Komplimente erfreuten auch Rothenpieler. „Dass Kiel weiterkommt, war klar, aber wir haben Werbung für den ASV gemacht.“ Vor allem Hock und Thorsten Szymanski hatten ihren Anteil daran und erzielten jeweils zehn Tore. „Wir haben Selbstvertrauen getankt, das wir in die Liga mitnehmen müssen“, hofft der Trainer. Zumal seine Spieler die Partie richtig einzuschätzen wussten. „Wenn es wirklich eng wurde, haben die angezogen“, erklärte Hock, „das ist schon ein ganz anderes Niveau.“ Dass die Kieler Belegschaft aber ausnahmslos unzufrieden in den Bus stieg, belegt die tolle Hammer Leistung.

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