Moskitos Essen: Torhütersuche dauert an

Koponen muss wieder gehen

Aaron Knopp
29. November 2007, 12:25 Uhr

Jari Pasanen war stocksauer! Nach der 0:2 (0:0, 0:2, 0:0)-Heimpleite gegen die Landshut Cannibals am vergangenen Sonntag stellte er besonders den Ausländern im Sturm ein vernichtendes Zeugnis aus: „Arrogant, faul, blind. So darfst Du Dich in einem Heimspiel nicht präsentieren.“ Mittlerweile hat sich der Zorn des Finnen wieder gelegt. Dennoch wird hinter den Kulissen eifrig nach neuem Spielermaterial Ausschau gehalten.[PRREVIEWENDE]Jedoch nicht etwa aufgrund der Leistung seiner Jungs als vielmehr wegen der Verletzung des Düsseldorfer Goalies Jamie Storr. Förderlizenzler Jochen Reimer hütet nun den Kasten der Metro Stars und steht dem Zweitligisten damit vorerst nicht zur Verfügung. Gesucht wird also ein Torhüter, der für die Kooperation Reimers Platz einnimmt und zwischen beiden Klubs pendelt. Dennis Endras aus Landshut wird als Kandidat gehandelt.

Was das Anforderungsprofil im Detail angeht, gibt sich Pasanen indes schweigsam: „Wir suchen keine Nummer eins, zwei oder acht, sondern einen guten Torwart.“ Unter Zugzwang sieht sich der 43-Jährige momentan jedoch noch nicht. „Aber wenn sich einer unserer insgesamt vier Torhüter verletzen sollte, haben wir ein Problemchen.“

Der als Ersatz für den verletzten Stürmer Matt Hubbauer anvisierte Schwede Antti Koponen ist indes schon wieder auf der Heimreise. „Trotz seiner spielerischen Qualitäten hilft er uns im Moment auf Grund fehlender Fitness nicht weiter“, erklärte Moskitos-Geschäftsführer Bernd Piel. Ob überhaupt noch eine weitere Offensivkraft verpflichtet werden soll, ist ungewiss. „Wir halten die Augen offen. Es könnte sein, dass am Freitag ein neuer Spieler aufläuft, das ist aber unwahrscheinlich“, erklärt Pasanen.

Und danach steht Hubbauer vielleicht schon wieder in den Startlöchern. „Es ist bei seiner Verletzung unmöglich zu sagen, wie lange es noch dauert.“ Daher steht am 3. Dezember eine erneute, eingehende Untersuchung an. „Sollte er danach nur noch ein oder zwei Wochen fehlen, macht es keinen Sinn, noch jemanden zu holen.“ Dass bei den „Neuen“ auch in Hinblick auf den möglichen DEL-Aufstieg Qualität hinzugewonnen werden soll, weist der 43-Jährige zurück: „Wir versuchen, uns mit unseren Mitteln zu ergänzen. Sollten wir Ende Januar im Lotto gewinnen, könnten wird eventuell versuchen, uns nach Verstärkungen umzusehen.“

Die Realität lautet jedoch erstmal München. Der EHC gastiert am Freitag am Essener Westbahnhof (20.00 Uhr) und stellt die Moskitos vor eine schwere Aufgabe. Zumal sich nun auch noch Verteidiger Michael Hrstka verletzt hat und voraussichtlich zwei Wochen pausieren muss. „Seit dem Trainerwechsel spielen die Münchner strukturiertes Eishockey. Es wird mit Sicherheit genau so ein kampfbetontes Spiel, wie gegen Landshut. Wir wollen uns aber besser präsentieren und die Punkte da behalten“, stellt der Bandenchef klar.

Autor: Aaron Knopp

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