Vier Wochen vor Weihnachten brennt der Baum beim BV Herne Süd. Nach besinnlichen Feiertagen sieht es derzeit nicht aus. Gehälter und Prämien wurden nicht gezahlt - Spieler verließen den Verein. Die Mannschaft von Trainer Ralf Schulz droht wie ein Kartenhaus zusammenzufallen. Da kommt eine sportliche Ablenkung natürlich sehr gelegen. Am Samstag trifft der einstige Aufstiegsfavorit auf die Sportfreunde Bulmke. „Dieses Spiel wird nicht so einseitig wie in der Hinrunde, als wir 7:3 gewonnen haben.

BL 13: 16. Spieltag, Expertentipp von Marvin Scheer (Mittelfeldspieler BV Herne Süd)

"Wir geben weiterhin 100 Prozent"

28. November 2007, 17:57 Uhr

Vier Wochen vor Weihnachten brennt der Baum beim BV Herne Süd. Nach besinnlichen Feiertagen sieht es derzeit nicht aus. Gehälter und Prämien wurden nicht gezahlt - Spieler verließen den Verein. Die Mannschaft von Trainer Ralf Schulz droht wie ein Kartenhaus zusammenzufallen. Da kommt eine sportliche Ablenkung natürlich sehr gelegen. Am Samstag trifft der einstige Aufstiegsfavorit auf die Sportfreunde Bulmke. „Dieses Spiel wird nicht so einseitig wie in der Hinrunde, als wir 7:3 gewonnen haben.

Bulmke hat eine positive Entwicklung genommen“, betont Marvin Scheer, der „Sechser“ in der Schulz-Elf vor der Begegnung am Samstag.

In den letzten Wochen gab es beim vor der Saison als Aufstiegsaspiranten gehandelten Verein eine Menge Unruhen und Querelen. Spielergehälter wurden längere Zeit nicht bezahlt, erste Kicker reagierten darauf und haben den Verein bereits verlassen bzw. schließen einen Wechsel in der Winterpause nicht aus. Trainer Ralf Schulz rechnet nach dem Abgang Christian Pflügers und Daniel Blandinis selbst damit, dass weitere Spieler den gleichen Weg einschlagen werden. Ligakonkurrenten wie beispielsweise Bochum-Bergen haben ihre Fühler bereits ausgestreckt und ihr Interesse an einigen Herner Kräften bekundet.

Zu allem Überfluss ist der 3:0-Erfolg bei Teutonia Riemke aufgrund des Einsatzes eines nicht spielberechtigen Kickers in ein 0:2 umgewandelt worden. Dadurch beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Horst Emscher satte fünf statt zwei Zähler.

Die von Außen hereingetragenen Diskussionen gehen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei, trotz allem betont Scheer, dass es weiterhin „super viel Spaß“ mache.

Wie es mit dem Verein und den Spielern weitergeht kann noch keiner so recht vorhersagen. Der Mann vor der Abwehr hofft, dass sich die Abgänge in Grenzen halten und die Herner weiterhin eine schlagkräftige Truppe stellen, um ganz oben noch einmal anzugreifen, denn „wir träumen weiterhin vom Aufstieg.“

Die Maxime für die Bulmke-Partie gibt er auch aus. „Es ist egal wer Samstag spielt, wir werden alle 100 Prozent geben.“

Über seine eigene Zukunft macht sich Scheer auch Gedanken, vorschnell handeln möchte er allerdings nicht. „In den nächsten ein zwei Wochen werden wir Gespräche führen. Herne Süd bleibt mein erster Ansprechpartner.“

Hier der Expertentipp von Marvin Scheer:

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