45 Sekunden brachten am Freitag in Oberhausen alle in Wallung. Zunächst vergab Mike Terranova allein vor Gäste-Keeper Jan Glinker das 2:0 (36.), im Gegenzug marschierte Nico Patschinski  auf Christoph Semmler zu, umkurvte den, fiel und forderte vehement Strafstoß. „Terra“ zur ersten Szene: Den wollte ich genau wie in Erfurt lupfen. Aber der sprang in so ein Mist Rasenstück rein, bekamt Drall und ging vorbei.“

RWO: Elferszene und Ampelkarte im Betrachtungs-Fokus

Schiri Ittrich bezog Stellung

cb
26. November 2007, 10:07 Uhr

45 Sekunden brachten am Freitag in Oberhausen alle in Wallung. Zunächst vergab Mike Terranova allein vor Gäste-Keeper Jan Glinker das 2:0 (36.), im Gegenzug marschierte Nico Patschinski auf Christoph Semmler zu, umkurvte den, fiel und forderte vehement Strafstoß. „Terra“ zur ersten Szene: Den wollte ich genau wie in Erfurt lupfen. Aber der sprang in so ein Mist Rasenstück rein, bekamt Drall und ging vorbei.“

Der Ärger hielt sich aber nachher in Grenzen, da Schiedsrichter Patrick Ittrich beim Gegenangriff nicht auf den Punkt zeigte. Gegenüber RS betonte er: „Ich war mir sicher, es war kein Foul. Um sich zu vergewissern, sucht man die letzte Bestätigung, um zu einer richtigen Entscheidung zu kommen. Daher habe ich zu meinem Assistenten geschaut, der hat das Gleiche signalisiert. Es kam zwar zu einer Berührung, aber nicht im Sinne eines Strafstoßes. Daher konnte ich auch keine Gelbe Karte wegen einer eventuellen Schwalbe ziehen.“

Jens Robben zu der Szene: „Ich habe Patschinski gefragt, er sagt, er sei getroffen worden. Es war eine knappe Angelegenheit. “ Semmler legte sich aber fest: „Der Kontakt war da, aber der ging nicht von mir aus. Patschinski geht an mir vorbei und ich habe die Arme eingezogen. Dann kommt sein Fuß, er hätte den Ball aber nicht mehr bekommen können. Daher war die Entscheidung wohl korrekt."

Nach dem Match ging Semmler sogar noch in die Schiri-Kabine, um die Situation zu besprechen. Ittrich berichtete: „Er wollte erklären, wie das abgelaufen ist. Sehr löblich und fair, am besten wäre gewesen, Herr Patschinski wäre auch dabei gewesen, aber darauf kann man sich als Referee nicht verlassen. Ich muss mit meinen Entscheidungen selber leben, ich hoffe, ich habe auch richtig gelegen.“

Eine weitere knifflige Szene gab es nach etwas mehr als einer Stunde, die Ampelkarte gegen Jens Robben, der zunächst im Luftduell gegen Daniel Göhlert den Ellenbogen eingesetzt haben soll, es folgte kurz darauf eine Schwalbe. Der Bestrafte sagte: „Die erste kann man geben. Ich hole Schwung, der Ellenbogen war im Spiel, nach den heutigen Regeln ist das Gelb. Die zweite Karte ist ein Witz. Im Mittelfeld wurde ich schon gezogen, dann lief ich weiter, unsere Wege kreuzten sich und er traf mich hinten, das ging gar nicht.“ Ittrich kommentierte die Aktionen:

„Beim Ellenbogen-Einsatz muss es mindestens Gelb geben. Und in der zweiten Szene stand ich nur ein paar Meter daneben, für mich fand keine Berührung statt, daher war das eine klare Schwalbe und eine Unsportlichkeit, deshalb auch die zweite Verwarnung.“ Die Folge für Robben: Das Derby gegen Essen wird er verpassen. Seine Aussicht: „An so etwas denkt man nicht, man geht ja deswegen nicht weniger in die Zweikämpfe. Natürlich ist es bitter, gegen RWE zu fehlen. Aber wir haben bereits in Erfurt gezeigt, jeder ist bei uns ersetzbar, da mache ich mir keinen Kopf, wir werden wieder eine super Truppe auf den Platz schicken.“

Autor: cb

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