Zum Schluss standen die Zuschauer im Magdeburger Stadion und feierten ihren Trainer, der vor dem Anpfiff noch mächtig unter Zugzwang stand. Die

Magdeburg - WSV Borussia 2:0 (1:0) / Doppel-Ausraster

Stinkefinger und Schmähungen

25. November 2007, 16:34 Uhr

Zum Schluss standen die Zuschauer im Magdeburger Stadion und feierten ihren Trainer, der vor dem Anpfiff noch mächtig unter Zugzwang stand. Die "Heyne"-Rufe waren der Ausdruck der Freude über den 2:0 (1:0)-Erfolg über den WSV Borussia. Dabei hatten die Bergischen großen Anteil daran, dass der krisengeschüttelte FCM wieder in die Erfolgsspur fand.
Spielendscheidend waren die Szenen nach dem Halbzeitpfiff.

[box_rsprint]Nachdem Schiedsrichter Stefan Schempershauwe den Wuppertalern die Ausführung eines Freistoßes verwehrte, beschwerten sich die WSV-Spieler beim Unparteiischen, teilweise ziemlich vehement. So sehr, dass Mike Rietpietsch die Rote Karte sah (siehe Extra-Artikel) und Trainer Wolfgang Jerat dem Publikum seinen Mittelfinger präsentierte. Präsident Friedhelm Runge zur Coach-Aktion: "Wenn das so gewesen sein sollte, wäre das eine Sauerei."

Die Peinlichkeiten überdecken freilich, dass die Hausherren zu diesem Zeitpunkt schon längst in Führung lagen, weil Frank Gerster eingenetzt hatte (27.). „Wir haben endlich über den Kampf zum Spiel gefunden", frohlockte Magdeburgs Co-Trainer Frank Windelband, während Heyne wegen des Todes seines Vaters keine Stellung beziehen wollte.

Das hätte wohl auch sein Gegenüber Jerat so gehalten, der nach dem Spiel emotional sichtlich aufgewühlt war. „Wer so ein Stadion hat und so ein engagiertes Publikum, dessen Mannschaft muss gewinnen", bemerkte der Linien-Chef. Derweil blickte WSV-Manager Georg Kreß schon voraus: „Es hilft nichts, diesem Spiel nachzutrauern. Wir müssen in Lübeck gewinnen, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren." Ob auch Jerat dann auf der Bank Platz nehmen darf, ist fraglich. Denn auch die TV-Kameras fingen seinen unwürdigen Auftritt ein.

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